Flugraum über Spanien gesperrt, Regierung verliert Kontrolle

Eigentlich, so hatte Spaniens sozialistischer Regierungschef Zapatero vor der Vergabe der Fußball-WM noch am Donnerstag getönt, könne man schon am nächsten Tag die WM veranstalten. So toll sei Spanien. Hochmut kommt eben immer vor dem Fall.

Denn am Freitag gibt es einen wilden Streik in Spanien, Zapatero wusste von nichts, die Regierung verliert die Kontrolle. Hunderttausende sitzen am Freitagabend fest. Was für ein Chaos! Was steckt dahinter?

Nach Angaben der Flughafenbetreiber AENA hatten etwa 70 Prozent der spanischen Fluglotsen am Freitag ohne vorherige Ankündigung ihre Arbeitsplätze verlassen.

Die Behörde setzte sich mit Eurocontrol in Verbindung, um zu verhindern, dass Flugzeuge aus anderen europäischen Ländern spanische Flughäfen anflogen. Sie beschuldigte die Lotsen, die Fluggäste als Geiseln genommen zu haben. Die Protestaktion sei ein strafbares Vergehen und können zur Entlassung führen.

Die Fluglotsen, die ohne vorherige Streikankündigung den Dienst beendeten, reagierten damit offenbar auf einen Beschluss der spanischen Regierung, die eine neue Regelung für die Dienstzeiten der Lotsen eingeführt hatte. Die spanischen Fluglotsen stehen seit Monaten mit dem Verkehrsministerium und der Flughafenbehörde in einem Tarifkonflikt.

Das Chaos wurde dadurch vergrößert, dass am Freitag Tausende von Spaniern in ein langes Wochenende aufbrechen wollten. Der kommende Montag und Mittwoch ist für die meisten Spanier arbeitsfrei. (SAZ, dpa; Foto: Iberia)

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