Fernando Torres: Tor gegen FC Barcelona, aber Brych killt Atletico Madrid! “Eine einzige Schande …”

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Was soll man sagen? Nach seinem Auftritt beim 2-1 des FC Barcelona gegen Atletico Madrid reden die Fans in Spanien vor allem über einen Akteur: Felix Brych. Kein Spieler. Wie so oft im Fußball, dem Sport mit den schwammigsten Regeln der Welt, ist er ein Schiedsrichter. Aus Deutschland.

Dass Brych in diesem Viertelfinale der Champions League schon nach 25 Minuten Fernando Torres vom Platz stellte, mochte ja noch angehen. Denn der bis dahin überragende Torres schoss ja nicht nur das 1-0 nach einem schönen Pass von Koke. Sondern er stellte sich danach denkbar dumm an, holte innerhalb von gut fünf Minuten zweimal vor den Augen des Referees einen Spieler von Barca von den Füßen. Neymar foulte er mit klarer Ansage, wie es sonst vielleicht einem frustrierten Jugendspieler passiert. Und in Sergio Busquets stolperte Torres mehr oder weniger aus Übermut hinein, weil er den Ball erobern wollte – in der Mitte des Spielfeldes, ohne erkennbare, böse Absicht. Ein Foul, klar, aber auch ein Foul, für das man vom Platz gestellt werden musste?

Darüber streitet am Mittwoch ganz Spanien. Denn Fakt ist natürlich auch, dass Busquets, wie es seit vielen Jahren seine Art ist, den sterbenden Schwan spielte und so tat, als müsse er alle Schmerzen dieser Welt ganz allein erleiden. Um nach dem Platzverweis wieder putzmunter aufzustehen. Normal, im Fußball, das muss allerdings auch dazu gesagt werden.

Schon lange nicht mehr wurde Barca so bevorzugt wie gegen Atletico

Fakt ist aber auch: Wenige Minuten später foulte Busquets, der erneut ein gutes Spiel für Barca machte,  selbst einen Spieler Atleticos von hinten, sah dafür nicht mal die gelbe Karte. Genauso wenig wie später Luis Suarez nach einem unschönen Tritt gegen Atleticos Juanfran. Dass Luis Suarez später auch noch wegen eines Schlags ins Gesicht von Filipe Luis nur gelb sah, wo er eigentlich mit einer direkten roten Karte vom Platz hätte geschickt werden müssen? Dass derselbe Luis Suarez das Spiel dann mit einem Doppelpack entschied? Es trägt nicht unbedingt zur Beliebtheit von Schiri Brych in Spanien bei – jedenfalls in dem Teil Spaniens, der außerhalb von Katalonien liegt.

Fakt ist: Schon lange nicht mehr wurde Barca, das am Ende mit 2-1 das Spiel gewonnen hatte, so von einem “Unparteiischen” bevorzugt wie gegen Atletico. Es war in der Historie der Katalanen, bei mittlerweile 215 Spielen in der Königsklasse, schon der 30. Platzverweis für das gegnerische Team – so eklatant profitierte noch kein Club von roten Karten für den Gegner. Bayern München folgt laut einem Bericht der Zeitung AS mit 20 roten Karten für seine Gegner. Fernando Torres sauer: “Eine Schande, dass derart mit zweierlei Maß gemessen wird, die UEFA kümmert sich um die Trikots, in denen wir zu spielen haben, aber der Schiri, den sie schicken, ist nicht auf Augenhöhe mit einem Viertelfinale der Champions League.”

Atleticos Trainer Diego Simeone klagte: “Ich darf nicht sagen, was ich denke.” Im Sinn hatte er wohl Real Madrids früheren Coach José Mourinho, der nach dem verlorenen Halbfinale gegen Barca in der Saison 2010/11 die UEFA angeklagt hatte, Barca zu bevorzugen – und dafür sogar gesperrt worden war. Damals hatte auch ein deutscher “Unparteiischer”, Wolfgang Stark, Pepe vom Platz gestellt, weil er augenscheinlich Barcas Dani Alves “ermordet” hatte. Auch Alves starb damals tausend Tode, um danach munter weiter zu kicken. Und ob Pepe damals Alves überhaupt getroffen hatte, ist bis heute Gegenstand der Diskussionen.

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