Fernando Torres: Angst vor Mourinho – in Madrid und Chelsea! “Auf Mou folgt immer Chaos”

Das befürchten jedenfalls viele Fans des spanischen Stürmers, die Internet-Foren sind voller Unkenrufe.

Mourinho soll jedenfalls zurück zu Chelsea gehen – das stehe fest, schreiben die Sportblätter «As» und «Marca» unisono, die offizielle Ankündigung werde schon diese Woche erfolgen. Kaum jemand hielt in Madrid noch zum «Special One». In einer Umfrage von «As» forderten 82 Prozent der Fans, dass «Mou» noch vor den beiden letzten Saisonspielen beurlaubt wird. Perez erfüllte ihnen diesen Wunsch nicht, Mourinho soll noch bis Saisonende auf der Trainerbank sitzen.

Nachdem Real in der Liga schon in der Hinrunde vom späteren Meister FC Barcelona abgehängt worden und in der Champions League an Borussia Dortmund gescheitert war, hatte es am Freitag nicht einmal zum «Trosttitel» gereicht. Im Pokalfinale unterlagen die Merengues dem Stadtrivalen Atlético. «In dieser Spielzeit habe ich versagt, das war die schlechteste Saison meiner Karriere», räumte Mourinho nach der 1:2-Pleite nach Verlängerung mit versteinerter Miene ein.

«Mehr Streitigkeiten als Titelgewinne», fasste das Sportblatt «Marca» die bewegte Mourinho-Ära bei den Königlichen zusammen. Der Trainer hatte sich mal mit der Clubführung, mal mit den Spielern, den Fans, den Schiedsrichtern oder der Europäischen Fußball-Union (UEFA) angelegt. Im Vergleich zu den Konflikten ist die Zahl der Titel überschaubar: In drei Jahren gewann Mourinho mit Real nur einmal den Pokal, einmal die Meisterschaft und einmal den Supercup. Das ist in der jüngeren Vereinsgeschichte die magerste Bilanz, die ein Real-Trainer in drei Jahren erzielte.

Die Niederlage im Pokalfinale verbitterte Mourinho so sehr, dass er keine Anstalten machte, sich als fairer Verlierer zu geben. «Ich glaube, Atlético hat den Pokalgewinn nicht verdient», raunzte er. Der Trainer stieg nach dem Abpfiff auch nicht auf die Ehrentribüne empor, wo König Juan Carlos die Medaillen an die Endspielteilnehmer verteilte.

Zum Abschied gab es in ersten Medien-Reaktionen auf die Pérez-Ankündigung unschöne Worte: Die Nachrichtenagentur efe schrieb vom «Ende einer frustrierenden und stürmischen Etappe», das Blatt «Sport» bezeichnete Mourinho als «die größte Pleite von Florentino Pérez» und die Onlinezeitung «ABC.com» sagt Real ohne Mourinho schwere Zeiten voraus. «Auf Mourinho folgt immer Chaos», hieß es, unter Berufung auf schlimme Krisen und ständige Trainerwechsel beim FC Porto, bei Chelsea und Inter Mailand nach dem jeweiligen Weggang von «Mou».