FC Barcelona: Pedro spuckt Iniesta in die Suppe! “Warum hältst du nicht einfach die Klappe?!”

Featured Video Play Icon

Wie langweilig muss das Leben als Fußballstar doch sein. Nun gut, man geht zum Training, das allerdings dauert kaum mehr als anderthalb Stunden am Tag. Und das längst nicht jeden Tag. Dazu kommen ein paar Werbeauftritte, je nachdem, wie prominent man ist … oder der Club, für den man kickt. Und dann hofft man darauf, dass der Trainer einen am Spieltag in die Startelf stellt. Tut er es nicht, sitzt man auf der Bank und hofft, dass man eingewechselt wird. Passiert auch das nicht, zieht man sich wieder um und erklärt, dass man auch von der Bank aus dem Team helfen will. Obwohl man etwas ganz anderes denkt.

Was man in Wahrheit denkt, hat jetzt der Spanier Pedro ausgesprochen. “Wenn ich in Zukunft nicht regelmäßiger zum Einsatz komme, muss ich mir überlegen, ob ich einfach nur dabei sein will, um die Gruppe zu komplettieren.” Eigentlich normal, oder? Wer will schon seine Zeit damit verplempern, anderen beim Fußball zuzuschauen, wenn er lieber selber spielen möchte?

Weil er im Sold des FC Chelsea steht, wohin er geflohen war, weil er beim FC Barcelona hinter Leo Messi, Luis Suarez und Neymar keine Chance mehr bekam, fällt jetzt nicht nur die Presse in Madrid, sondern vor allem die Presse in Katalonien über Pedro her. Nestbeschmutzer, heißt es. Was kan man auch von einem Typen erwarten, der Barca verlassen hat. Freiwillig. Die Zeitung “El Mundo Deportivo”, die Pedro in seiner Zeit bei Barca stets als vorbildlichen Profi rühmte, der mit Bescheidenheit und Teamgeist erheblich zur Titelsammlung der Katalanen (und zu Niederlagen des Erzfeindes Real Madrid) beitrug, poltert gar auf ihrem Titelblatt: “Warum hältst du nicht die Klappe?!”

Dabei ist der katalanischen Presse die spanische Nationalelf meistens eher schnurzegal. Aber wenn es, wie derzeit, darum geht, die sensationellen Leistungen eines Andres Iniesta in den Himmel zu schreiben, darf ein Abtrünniger wie Pedro eben nicht in die Euro-Suppe spucken. Das ist natürlich scheinheilig, gehört aber zum Geschäft. Nicht nur, aber vor allem auch, im erzkatholischen Spanien.

“Pedro hat sich entschuldigt, er bereut…”

Auf Absolution darf Pedro deshalb nur bei seinem Trainer Vicente del Bosque hoffen, dem Trainer-Papst der Spanier, der grundsätzlich jede Sünde verzeiht. Der Coach erklärte: “Pedro hat sich schon bei mir entschuldigt, er bereut.” Was der aber weit von sich wies: “Ich bereue gar nichts und stehe zu dem, was ich gesagt habe. Natürlich wollte ich niemanden damit beleidigen, sollte ich das getan haben, entschuldige ich mich.” In der Sache bleibt Pedro also hart.

Dabei ist die Kritik am Spieler durchaus  möglich. Seit Jahren spielt der Stürmer unter seinem Niveau, das er zu Zeiten eines Pep Guardiola in Barcelona erreicht hatte. Ein Systemspieler offenbar, die individuelle Klasse scheint zu fehlen, wie man jetzt spekuliert. In Chelsea sah jedenfalls zuletzt kaum einen Ball. Dass ihn Del Bosque überhaupt zur Euro 2016 mitgenommen hat, war nur dessen Loyalität geschuldet.

Und der Tatsache, dass Del Bosque eben in der Tat noch ein paar Spieler brauchte, die zwar im Normalfall nicht mehr zum Einsatz kommen würden, aber die Gruppe komplettieren. So wie zu Pedros besten Tagen, als der Katalane andere, ältere Spieler auf die Bank verbannte. In dieser Reihe steht derzeit ein noch Prominenterer als Pedro: Iker Casillas. Der spielt nicht, meckert aber auch nicht. Weil er weiß: Wenn es um Leistung ginge, wäre er wohl sowieso nicht mehr dabei. Es ist auch diese Tatsache, die Pedro derzeit so ungut aussehen lässt. Dabei hat er doch einfach nur gesagt, was alle denken. Ob Pedro wohl am Dienstag gegen Kroatien spielen darf?

Kommentar hinterlassen zu "FC Barcelona: Pedro spuckt Iniesta in die Suppe! “Warum hältst du nicht einfach die Klappe?!”"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*