Fall Maddie: Steht die Wahrheit in Kates Tagebuch?

Die Zeitung “Público” hatte berichtet, ein Ermittlungsverfahren müsse nach portugiesischem Recht nach acht Monaten zu den Akten gelegt werden, sofern keine eindeutigen Ergebnisse vorliegen. Stichtag sei der 14. Januar, weil an diesem Datum acht Monate zuvor der Brite Robert Murat als erster offizieller Verdächtiger ernannt worden war.

In der Tat scheint sich die Staatsanwaltschaft kurz vor dem Ziel zu sehen und lehnt eine Schlieβung der Akte Maddie grundsätzlich ab. Weitere Untersuchungen sollen nun endlich für Klarheit sorgen. Dazu werden offenbar nicht nur die “Tapas Nine” Freunde von Madeleines Eltern erneut befragt, sondern auch wiederholt die Tagebücher von Kate McCann inspiziert. 

Kate McCann: Ich werde mit meinen Kindern nicht mehr fertig!

Noch immer liegt für die portugiesische Polizei die Vermutung nahe, Kate habe ihre Tochter getötet und ihre Gedanken im Anschluss an die Tat in schriftlicher Form festgehalten. Laut der britischen Zeitung “The Sun” haben die Beamten einige Seiten aus dem Tagebuch kopiert und es dann den McCann zurückgegeben.

Das Büchlein soll jetzt aber als Hauptbeweisstück gegen die Eheleute herhalten. Nach portugiesischem Recht dürfen nur Originaldokumente als Beweisstücke in einem Gerichtsverfahren eingesetzt werden.

Einige Auszüge aus dem Tagebuch der Kate McCann machen deutlich, wie“hysterisch” die Ärztin auf das Benehmen ihrer Tochter Madeleine reagiert hatte. Unter anderem schrieb Kate, sie werde nicht mehr mit der Erziehung ihrer Kinder fertig und sei am Ende ihrer Kräfte.