eTwinning: Zwei Schulen auf den Spuren Gaudis

Deutsch-spanische Freundschaft im Netz: Ein Gymnasium im Land Brandenburg wurde jetzt als erste Schule für sein beispielhaftes Internetprojekt mit einer spanischen Partnerschule mit dem "nationalen eTwinning-Qualitätssiegel" ausgezeichnet.

Brandenburgs Bildungsminister Holger Rupprecht betonte auf der Veranstaltung die Bedeutung europäischer Bildungsprojekte, zu denen auch "eTwinning" gehört: 

"Die Förderung von europäischen Schulpartnerschaften über das Internet ermöglicht den Gedankenaustausch zwischen jungen Mensch in anderen Ländern", so Rupprecht. 

"eTwinning" baut Brücken – aber nicht nur zwischen Schulen in Deutschland und Spanien – sondern auch zwischen Lernfeldern in der Schule selbst: "eTwinning" verbindet sprachliche und interkulturelle Kompetenz mit dem Bereich der Medienkompetenz – das macht das unbürokratische Internet-Projekt so attraktiv.

Die Vertreterin des Vereins "Schulen ans Netz" und Leiterin der Nationalen Koordinierungsstelle eTwinning, Ellen Kammertöns, zeigte sich von der Qualität des Luckenwalder Projekts "On the trail of ‚crazy‘ architecture" beeindruckt. "Das Projekt ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie `eTwinning` langfristig in den Unterricht integriert werden kann. Es ist besonders erfreulich zu sehen, dass sich die Schülerinnen und Schüler in diesem hohen Maße für den Austausch mit der Partnerschule engagieren", sagte Kammertöns. 

Studienobjekt: Gaudí in Barcelona

Das Friedrich-Gymnasium, Luckenwalde und seine spanische Partnerschule, das "Instituto de Enseñanza Secundaria Montserrat" haben sich mit ihren 17- und 18-jährigen Schülerinnen und Schülern auf die Spuren "außergewöhnlicher Architektur" begeben. 

Zwei Leistungskurse, die sich bis dahin kaum kannten, entwarfen eine gemeinsame Projektidee und bildeten eine Unterrichtsgruppe von 37 Schülern. Sie bereiteten eine Reise nach Barcelona vor und lernen zuvor ihre Partnerklasse über "eTwinning" kennen. Hauptthemen waren Kunst und Architektur, vor allem die Gebäude von Gaudí. 

Nach der Rückkehr suchten die deutschen Schülerinnen und Schüler entsprechende Bau- und Kunstwerke in Deutschland, die sie dann ihren spanischen Partnerschülern vorstellten. 

Die Ergebnisse des Projektes sind auf der Webseite der Schule abrufbar.