ETA ermordet Polizisten, vier Verletzte nach Autobombe

ETA-Terroristen haben bei einem Anschlag auf eine Kaserne im spanischen Baskenland einen Familienvater getötet.

Der Tote ist Polizist und heißt Juan Manuel Piñuel Villalón. Der 41-Jährige hinterlässt eine Frau und einen kleinen Jungen.

Vier weitere Polizeibeamte wurden verletzt, als eine Autobombe in einem Lieferwagen nur wenige Meter von der Kaserne in dem Ort Legutiano explodierte. Eine Warnung vor dem Anschlag gab es nach Angaben der Polizei diesmal nicht.

Die baskische Regionalregierung machte die Untergrundorganisation ETA für die Tat verantwortlich. Der baskische Regierungschef Juan José Ibarretxe sprach von "feiger Gewalt". Die ETA warnt üblicherweise nur vor Explosionen, die zivile Opfer treffen könnten, nicht aber vor Anschlägen auf Kasernen.

Spaniens Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero hatte nach seiner Wiederwahl im März den Kampf gegen die ETA als einen der Schwerpunkte seiner zweiten Amtszeit genannt. 

Während der ersten Legislaturperiode des Sozialisten waren Friedensgespräche der Regierung mit der ETA gescheitert. 

Die Untergrundorganisation kämpft seit fast 40 Jahren gewaltsam für die Unabhängigkeit des im Norden Spaniens gelegenen Baskenlandes. Dabei kamen bereits mehr als 820 Menschen ums Leben.