Das spanische Nationale Geografie-Institut (IGN) registrierte am Donnerstag allein in den Morgenstunden mehr als 30 schwächere Beben mit einer Stärke von bis zu 3,6.

In den vergangenen drei Monaten ereigneten sich auf der Insel über 8.000 Erdbeben. Die Serie gilt als ein Vorzeichen für einen möglichen Vulkanausbruch.

Allerdings zeichnete sich eine gewisse Beruhigung ab. Zumindest nahm die Erdbeben-Aktivität nach Angaben der Lokalbehörden nicht weiter zu. Die am Vortag geschlossenen Schulen wurden am Donnerstag wieder geöffnet.

Am Mittwoch war eine Sondereinheit des Militärs auf El Hierro eingetroffen, die bei möglichen Evakuierungsmaßnahmen helfen soll. «Der Einsatz der Soldaten ist eine reine Vorsichtsmaßnahme», betonte die spanische Verteidigungsministerin Carme Chacón. «Wir dürfen nichts dem Zufall überlassen.»

Die Inselverwaltung betonte, eine Evakuierung von El Hierro sei nicht geplant. Sie wies darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit eines Vulkanausbruchs für die nächste Zeit von den Wissenschaftlern nur auf 15 Prozent geschätzt werde. Der Regierungschef der Kanaren, Paulino Rivero, sagte: «Auf El Hierro ist die Lage völlig ruhig.»