El País und Prisa in Not: Liberty rettet Fußball-Debakel

Die Aktionäre des Konzerns um die größte spanische Tageszeitung El País billigten das Vorhaben, das der Prisa-Gruppe einen Kapitalzuschuss von 650 Millionen Euro bringen soll.

"Aus dem bisherigen Familienunternehmen Prisa wird damit ein internationaler Konzern", sagte Geschäftsführer Juan Luis Cebrián. Die Gruppe war bisher von der Familie des Unternehmensgründers Jesús de Polanco gegründet worden.

Das Übereinkommen sieht vor, dass Prisa mit Hilfe einer Kapitalerhöhung die Liberty-Anteile zu 100 Prozent übernimmt.

Durch einen Aktientausch sollen die Liberty-Anleger dann zu Prisa-Aktionären werden. Die Aktien des Medienkonzerns sollen künftig an den Börsen von Madrid und New York notiert werden.

Zur Prisa-Gruppe gehören mehrere Zeitungen, Radio- und Fernsehsender sowie Buchverlage. Flaggschiff ist die sich elitär gebährdende und linksliberale Zeitung "El País". Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben in 22 Ländern aktiv.

Es hatte sich bei seinem Einstieg in das spanische Pay-TV übernommen, jahrelang irrsinnige Summen für Fußballrechte ausgegeben, die danach nicht mehr refinanziert werden konnten. Seine Schulden werden auf 4,8 Milliarden Euro beziffert.(SAZ, dpa; Foto: El Pais)

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