El País: “Irak im Chaos, George W. Bush ein Hohlkopf”

„Die Parlamentswahlen im Irak markieren nicht den Beginn einer Lösung für die Krise des Landes, sondern sie haben die Lage eher noch verschlechtert. Dabei kann man nicht von einer Krise der Demokratie sprechen.

Die Wahlen haben vielmehr ein wahrheitsgetreues Computer-Bild des Landes geliefert: Es herrscht Verwirrung, denn niemand ist der eindeutige Sieger; die Zustände sind chaotisch, weil noch Monate bis zur Bildung einer Regierung vergehen werden; und es fließt Blut, denn die Serie der Terroranschläge reißt nicht ab.

Die Wahlen haben nicht zu einer Versöhnung im Irak geführt, sondern die Kluft zwischen den ethnischen und religiösen Gruppen noch vertieft. Die Worte des früheren US-Präsidenten George W. Bush, der die Invasion im Irak mit einer Demokratisierung des Landes gerechtfertigt hatte, klingen heute hohler als je zuvor.“  (SAZ, dpa).

Foto: Wikipedia