Köln (ots) –

Häufig wird der Verkauf auf Amazon als einfacher, lukrativer und effizienter beschrieben als über einen eigenen Shop. Das wird damit begründet, dass der Marketplace bereits eine Vielzahl an Kunden hat und einige Aufgaben übernimmt, die der Händler in seinem eigenen Shop selbst übernehmen müsste.

„Auf Amazon muss aber mit einer großen Zahl an Konkurrenten gerechnet werden, denn der Markt ist beinahe übersättigt. Außerdem ist die Kundenbindung hier kaum gegeben“, erklärt E-Commerce-Experte Holger Lentz. In folgendem Gastbeitrag verrät der Experte 7 Gründe, einen eigenen Shop zu eröffnen, anstatt auf Amazon zu verkaufen.

1. Unabhängigkeit

Mit einem eigenen Shop behält der Händler die volle Kontrolle über das eigene Geschäft. Er muss keine Vorgaben vom Zwischenhändler erfüllen und kann selbst über Faktoren wie die Antwortzeit, Lieferzeit und Abwicklung der Retoure entscheiden. Zudem ist er frei im Aufbau seines Shops und in der Preisgestaltung, während er auf Marktplätzen vom Preisdumping betroffen wäre.

2. Höhere Marge

Zusätzlich zu diesem Konkurrenzdruck, der den Gesamtpreis nach unten drückt, müssen bei Amazon auch noch Gebühren gezahlt werden. Hat der Händler aber keine Abgaben an Zwischenhändler zu zahlen, bleibt ihm bei gleichen Preisen mehr Gewinn.

3. Eigenes Branding

In der Regel verbieten Marktplätze es den Händlern, das eigene Unternehmen in irgendeiner Form zu erwähnen. Ist der Händler jedoch unabhängig, kann er ein komplett eigenes Branding aufbauen. Dieses fängt im eigenen Shop an und setzt sich fort bis zur Lieferung – selbst das Paket kann Teil des Brandings werden, da es kein Amazon-Paket ist.

4. Kundenbindung

Während Kunden bei Amazon-Käufen in erster Linie auf das Bewertungsprofil des Händlers achten, verbinden sie im Onlineshop das positive Verkaufserlebnis eher mit der eigenen Marke. Überzeugt der eigene Shop in den Kriterien Produktqualität, Versandgeschwindigkeit und Service, können Kunden nachhaltig an diesen Onlineshop gebunden werden. Hier besteht ein großes Cross- und Upselling-Potential.

5. Kundendaten

Im eigenen Onlineshop hat der Händler die Möglichkeit, die Performance der eigenen Produkte und Webseite zu tracken. So erhält er wertvolle und aufschlussreiche Kundendaten, die er über Amazon so nicht bekommen würde. Diese können dann in die Entwicklung weiterer Produkte oder in die Optimierung anderer Bereiche des Shops fließen und helfen dem Händler gleichzeitig dabei, besser planen und kalkulieren zu können.

6. Amazon als Konkurrenz

Zwar tritt Amazon als Marketplace-Plattform auf, stellt aber auch selbst eine große Konkurrenz dar. Bei stark umkämpften Feldern mit vielen Händlern, die sich um die Kundschaft reißen, analysiert Amazon die Produkte. Solche, die besonders beliebt sind, verkauft Amazon dann als eigene Produkte in der gleichen Kategorie und bevorzugt diese in der Platzierung an die Kunden.

7. Langfristig zukunftssicher

Mit einem eigenen Onlineshop kann der Händler besser planen und ist nicht von fremden Vorgaben und Richtlinien abhängig. So kann er flexibel auf den Markt reagieren und hat insgesamt mehr Sicherheit und eine langfristige Perspektive.

Über Holger Lentz:

Holger Lentz ist Geschäftsführer und Gründer der enno.digital GmbH und der E-Commerce Marketingagentur eAds.digital GmbH. Er unterstützt Unternehmen dabei, mithilfe von Performance-Marketing ihre Umsätze zu erhöhen und auch ihre Sichtbarkeit zu verbessern. Als ganzheitliche Agentur kümmert sich sein Unternehmen auch um das Onlinemarketing. Dabei schöpfen sie aus dem vollen Repertoire an Möglichkeiten, von Google- und Facebook-Ads über SEO zu LinkedIn-Kampagnen und analysieren und optimieren alle Kampagnen fortlaufend, um sie noch effizienter zu machen.

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