Fakt ist aber: Spanien setzt für seine von der EHEC-Krise stark betroffenen Gemüsebauern auf Entschädigungszahlungen der EU. Auch will es das Image seiner Produkte verbessern. Finanzielle Forderungen an Deutschland stellt die Regierung nicht.

Europaminister Diego Lopez Garrido sagte am Donnerstag in Berlin, Deutschland und Spanien wollten sich gegenseitig unterstützen. Er hatte sich am Mittwochabend mit dem Staatsminister im Auswärtigen Amt, Werner Hoyer, über das Thema ausgetauscht.

„Wir müssen jetzt nach vorne sehen“, sagte Garrido in bester Fußballprofi-Manier. Es gehe darum, schnellstmöglich herauszufinden, wo die Infektionsquelle liege und wie die wirtschaftlichen Schäden wieder gut gemacht werden könnten.

Mit Blick auf die Warnungen des Hamburger Senats vor angeblich mit dem gefährlichen EHEC-Erreger befallenen Gurken aus Spanien sagte Garrido: „Es wurden Fehler gemacht.“ Er akzeptiere aber, dass die Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks ihre ursprüngliche Aussage berichtigt habe.