Durch ein Meer aus Sand: Die Rallye-Dakar 2008

Dieser 16 Tage währenden Herausforderung stellt sich unter anderem auch Volkswagen mit vier Werkswagen vom Typ Race Touareg 2, die von Carlos Sainz und Michel Périn (Spanien / Frankreich), Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz (Südafrika / Deutschland), Mark Miller und Ralph Pitchford (USA / Südafrika) sowie Dieter Depping und Timo Gottschalk (Wedemark / Berlin) pilotiert werden.

15 Etappen über insgesamt 9.273 Kilometer liegen vor den insgesamt 570 Teilnehmern in den Wertungen für Autos, Motorräder und Trucks, die beim Start am 5. Januar in Lissabon die 30. Ausgabe des Wüsten-Klassikers in Angriff nehmen und am 20. Januar das Ziel in Senegals Hauptstadt Dakar erreichen wollen.

Nachdem Volkswagen Anfang November mit Carlos Sainz und Michel Périn den FIA Marathon-Rallye-Weltcup 2007 gewonnen und vor Jahresfrist bei der Rallye Dakar acht Tage lang das Feld angeführt hat, zählt der Wolfsburger Automobil-Hersteller zum engsten Favoriten-Kreis auf den Sieg bei der härtesten und längsten Rallye der Welt. „Unser Ziel ist und bleibt, mit dem Volkswagen Race Touareg den ersten Dakar-Sieg mit Diesel-Antrieb zu erreichen“, sagt Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen.

Schwierige Jubiläumsroute: Eine Herausforderung für Mensch und Material

Zur 30. Auflage der Rallye Dakar hat die Veranstalter-Organisation ASO eine extrem anspruchsvolle Route ausgearbeitet. Wie in den beiden Vorjahren startet der Wüsten-Klassiker in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon und endet nach mehr als zwei Wochen traditionell in Dakar. „Dazwischen warten viele lange und schwierige Etappen auf uns“, erklärt Volkswagen Werkspilot Giniel de Villiers, der Zweitplazierte der „Dakar“ 2006. Teamkollege Dieter Depping ergänzt: „Die Strecke, die auf Zeit gefahren wird, ist rund ein Drittel länger als in den Vorjahren. Zudem wurde der Sand-Anteil erheblich erhöht.“

Insgesamt acht Tage lang führt die Route durch das „Sand-Meer“ des zu großen Teilen unbesiedelten Mauretaniens. „Auf diesen Etappen kann jederzeit die Entscheidung über den Ausgang der Rallye fallen“, weiß Volkswagen Werkspilot Mark Miller. „Denn man kann sich leicht im weichen Sand festfahren und viel Zeit verlieren, abgesehen davon, dass man sich dort auch leicht verfahren kann. Außerdem sind die langen Tage in der Einsamkeit der mauretanischen Wüste psychisch sehr anstrengend.“ Einige Strecken zählten seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr zur Rallye-Route. „Die Etappen vor und nach dem Ruhetag in Nouakchott (13. Januar) werden es in sich haben“, ist der dreimalige „Dakar“-Sieger Michel Périn, der Beifahrer von Carlos Sainz, fest überzeugt. „Die Strecke von Nouadhibou nach Atar wurde zuletzt 1994 gefahren und sorgte damals für Dramen, als ein Großteil der Teilnehmer in einem Dünengebirge feststeckte.“ Carlos Sainz bringt es auf den Punkt: „Diese Dakar wird eine echte Herausforderung für Mensch und Material.“