Spanien leidet unter der schwersten Dürre seit mindestens 40 Jahren. 

Vor allem in den Regionen entlang des Mittelmeers habe es seit 18 Monaten kaum noch geregnet, dort herrsche die schwerste Dürre "seit 1912", sagte der Chef der spanischen Wasserversorgung, Jaime Palop, am Donnerstag in Madrid. Sollte sich das in den kommenden Monaten nicht ändern, werde es "kritisch".

In ganz Spanien sind die Wasserreserven um mehr als die Hälfte gesunken. In Katalonien sind die Staudämme sogar nur noch zu 19 Prozent gefüllt und haben damit fast schon die Untergrenze erreicht, ab der ihr Wasser als unbrauchbar gilt. 

Die Region ist von der Dürre besonders betroffen. Insgesamt sind dort in den vergangenen Monaten "40 Prozent weniger Niederschläge als gewöhnlich gefallen", wie eine Sprecherin des Wetterdienstes mitteilte. Die Regionalregierung von Barcelona sucht bereits verzweifelt nach Möglichkeiten, sich anderweitig mit Wasser zu versorgen. Sie treibt die Sorge um, der Wassermangel könnte dem wichtigen Tourismussektor schaden.

Schon jetzt schadet die Dürre den Bauern des Landes. "Nur wenn es innerhalb der nächsten Tage in Strömen gießt, ist die Ernte gerettet. Falls nicht, droht die Katastrophe", sagt der Chef des einflussreichen Bauernverbands Fenacore, Andrés del Campo.