Doping-Paradies? “Contador beschädigt Spaniens Image!”

Dem wollte jetzt die spanische Regierung nach dem „Fall Contador“ entgegenwirken und dem Eindruck widersprochen, dass Spanien ein Doping-Paradies sei.

„Das Doping-Problem in Spanien ist nicht größer und nicht kleiner als das in anderen Ländern“, sagte der für Sport zuständige Staatssekretär Jaime Lissavetzky in Madrid.

Er räumte aber ein, dass die Verwicklung spanischer Spitzensportler in Dopingaffären dem Image des Landes Schaden zugefügt habe.

Der Dopingverdacht gegen Radprofi Alberto Contador sei ein Rückschlag, auch wenn der dreimalige Tour-de-France-Sieger nicht des Dopings überführt worden sei und Manipulation vehement bestreitet.

Die SAZ meint: Lissavetzky sei daran erinnert, dass Contador nach dem Auftauchen seines Namens bei der „Operation Fuentes“ schon vor Jahren in jedem anderen zivilisierten Land Europas längst gesperrt worden wäre – wie Jan Ullrich auch.

Nur in Spanien – wo auch die Bestechung von Fußballclubs nicht strafbar ist – drückte man die Augen feste zu. Bis heute.

Foto: Marca