Rund einen Monat nach dem Beginn der regierungskritischen Proteste in Spanien wollen die Demonstranten in der Hauptstadt Madrid ihr Zeltlager abbrechen. 

Das Lager auf dem zentralen Platz Puerta del Sol solle am Sonntag geräumt werden, beschloss eine Vollversammlung der Demonstranten nach stundenlangen Beratungen am Dienstagabend.

Die Proteste sollen stattdessen mit verschiedenen Demonstrationen in den kommenden Wochen fortgesetzt werden. Mit anderen Worten: Jetzt hat das spanische Mañana-Virus auch die Revolutionäre gepackt. In dem Zeltlager auf dem Platz Puerta del Sol harren seit dem 15. Mai Demonstranten Tag und Nacht aus. Waren es zunächst hunderte, die dort campierten, sind es inzwischen nur noch einige Dutzend Demonstranten.

Die Proteste richten sich vor allem gegen die hohen Arbeitslosenzahlen, die Benachteiligung kleiner Parteien im Wahlrecht sowie gegen Korruption in der Politik. (AFP)