Cristiano Ronaldo: Wutanfall gegen Schalke, Doppelpack gegen Messi! “Ich sage nichts mehr”

Offensichtlich tat er dies abichtlich ohne die seit geraumer Zeit übliche Hand vor dem Mund, mit der Fußballer verhindern wollen, dass Lippenleser ihre Botschaften öffentlich machen. So muss der Ausspruch von Ronaldo wohl als Kritik an seinen Mitspielern verstanden werden. Schon während der 90 Minuten hatte der Weltfußballer mehrfach seinen Kollegen zu verstehen gegeben, dass sie sich schneller bewegen sollten. Er selbst ging mit gutem Beispiel beim Pressen der Schalker Abwehr voran. Wenn auch wenig effektiv. Denn Benzema und Gareth Bale blieben meist wie angewurzelt stehen. An der Abwehrarbeit beteiligten sie sich jedenfalls zu keinem Zeitpunkt. CR7 nach dem Spiel: “Ich sage nichts mehr, bis zum Ende der Saison.” Rumms.

Tiefpunkt der Saison

Und so ging das Spiel gegen Schalke als Tiefpunkt einer Saison ein, die schon jetzt als halb missraten gelten kann. Nach dem 3-4 gegen Schalke gab es Pfiffe gegen das Team, viele Fans forderten den Rauswurf von Trainer Carlo Ancelotti. Nur das Hinspiel, das mit 2-0 gewonnen wurde, rettete Real den Einzug ins Viertelfinale der Champions League. Nicht auszudenken, wenn Schalke auch nur eine Tick besser gewesen wäre. Oder schon im Hinspiel gewusst hätte, dass Real derzeit nicht nur verwundbar ist, sondern schlicht und ergreifen einfach nur noch grottenschlecht.

Ancelotti ratlos

So aber kam Real noch einmal mit einem blauen Auge davon. Ancelotti erklärte ratlos: “Wenn wir weiter so schlecht spielen, werden wir in dieser Saison nicht weit kommen. Die Pfiffe können vielleicht dazu dienen, uns aufzuwecken. Ich weiß auch nicht, was mit den Spielern los ist. Wir haben heute die gleiche Mannschaft gesehen, die Ende 2014 22 Spiele in Serie gewonnen hat. Im Moment sind wir aber nicht in Form, das konnte sich so niemand vorstellen. Es tut mir sehr leid, dass wir heute so schlecht gespielt haben, das tut unserem Image nicht gut. Die Pfiffe sind absolut verdient. Ich habe aber weiter volles Vertrauen in meine Spieler. Wir wissen alle, wie schlecht wir heute waren, ich habe kein Problem, das auch zuzugeben. Niemandem von uns gefällt es, so ein Spiel wie heute abzuliefern. Klar, dass ich darüber mit den Spielern gesprochen habe. Man muss jetzt klar sagen, dass wir schlecht spielen. Es ist einfach nur extrem unverständlich, nachdem wir in der Vorrunde so überragend waren. Wir müssen uns noch mehr anstrengen, um den Hebel wieder umzulegen.”

Rauswurf, jetzt!

Dass sei Job in Gefahr geraten könnte, hält Ancelotti für unwahrscheinlich. Auch wenn es schon Stimmen in der Madrider Presse gibt, die seinen Abgang für unvermeidlich halten. Am liebsten jetzt schon. In einem Kommentar der Zeitung “Marca” ist am Mittwoch zu lesen: “Wenn Ancelotti daran fest hält, dass der BBC-Sturm unverhandelbar ist, ist auch sein Rauswurf unverhandelbar. Er muss gehen. Jetzt.” Ancelotti dazu: “Ich werde weier meine Arbeit machen. Und ich werde versuchen, sie besser zu machen als zuletzt. Es ist meine Aufgabe, ein Team auf den Platz zu schicken, das sich besser dranstellt als das Team heute abend. Das ist meine Verantwortung.”

Auch die Tatsache, dass Luka Modric wieder im Team stand, wenigstens für eine halbe Stunde, half dabe nicht. Und Modric erklärte kleinlaut: “Ein Spieler allein kann die Dynamik eines Teams auch nicht ändern.” Das ist wohl wahr. Nicht einmal Cristiano Ronaldo konnte das am Dienstag gegen Schalke bewirken. Trotz zweier Tore, die CR7 mit jetzt ingesamt 75 Toren in der Champions League auf eine Höhe mit Leo Messi bringen.