Medienexperten in Großbritannien befürchten nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zugunsten einer britischen Pub-Wirtin Qualitätseinbußen beim Fußball in der englischen Premier League.

Der Eliteliga mit Vereinen wie Manchester United, FC Chelsea und FC Arsenal könnte durch geringere Fernseheinnahmen ein Finanzproblem entstehen.

Dasselbe gilt natürlich grundsätzlich auch für Spanien.

Die Fernseheinnahmen sind die Haupteinnahmequelle für die Vereine, die oft extrem hohe Ablösesummen und Spielergehälter bezahlen. Wenn die Bezahlsender aus Wettbewerbsgründen nicht mehr bereit sind, so viel wie bisher für die Übertragungsrechte hinzulegen, könnte sich das auch auf die Finanzkraft der Vereine auswirken.

Der britische Medienanwalt Daniel Geey glaubt, dass die Premier League ihren TV-Rechteverkauf nun neu regeln wird. «Viel wird auf die Verhandlungen mit den Fernsehsendern ankommen und auf deren Bereitschaft, weiterhin die hohen Summen zu zahlen», sagte er der Nachrichtenagentur dpa.

Sky zahlt bis 2013 nach britischen Medienberichten 1,47 Milliarden Euro für die Übertragungsrechte. Geey vermutet, dass Notfallpläne bereits in den Schubladen liegen. Möglich erscheint theoretisch auch eine pan-europäische Lösung, bei der die Sender international zusammenarbeiten.