Contador wie Asterix: Was ist schon schlimm am Zaubertrank?

So ist weiter nicht verwunderlich, dass Alberto Contadors Heimatstadt Pinto fest zu dem des Dopings verdächtigen Radprofi steht.

Fakt ist: In der spanischen 44.000-Einwohner-Stadt südlich von Madrid ist der Balkon des Rathauses als Zeichen der Unterstützung mit einem gelben Transparent versehen worden.

Pintos sozialistischer Bürgermeister José Martín Nieto rief die Bürger auf, dem Beispiel zu folgen und an ihre Balkone und Fenster ebenfalls gelbe Tüchern zu hängen.

Dazu wurde eine Mitteilung des Rathauses verteilt, in der unter anderem zu lesen ist: „Pinto ist stolz auf Contadors makellose Laufbahn, seinen unbeugsamen Kampf gegen den Betrug im Radsport und auf seine mutige Entscheidung, diese unerfreuliche Angelegenheit von Anfang an mit den Verantwortlichen der UCI klären zu wollen.“ Contador sei „ein Champion mit einer globalen Dimension“.

Der des Dopings mit dem Kälbermastmittel Clenbuterol verdächtigte Contador hat rechtliche Schritte gegen Medien angekündigt, die ihn „öffentlich diffamieren“. Contador verwahrte sich gegen falsche Behauptungen und Schlussfolgerungen und verwies auf den Weltverband UCI, der seinen Fall weiter prüft.

Contador behauptet, durch eine Lebensmittelverunreinigung auffällig geworden zu sein, weil er vor seiner positiven Kontrolle während der vergangenen Tour de France belastetes Kalbfleisch gegessen hatte. Mehrere Medien hatten zuletzt berichtet, bei einer weiteren Probe Contadors während der Tour seien Indizien für Blutdoping gefunden worden.

Foto: Marca