Carsharer erwarten einen Kundenanstieg auf 15 Millionen

 

Wie carsharingvergleicher.de berichtet, veröffentlichte zum Jahresbeginn der Bundesverband CarSharing e.V. die Jahresbilanz zum deutschen Markt. Aus dieser geht eindeutig hervor, dass der Trend zum Carsharing in Deutschland endlich angekommen ist. Zum Jahresbeginn konnten insbesondere die FreeFloating und One Way Anbieter einen Kundezuwachs von bis 68 Prozent verzeichnen. Somit konnten bereits im Januar etwa 800.000 Kunden auf ca 14.000 Fahrzeuge zurückgreifen.

Unterschiedliche Modelle ermöglichen flexible Nutzung

Bei den One way und Free Floating Angeboten wie DriveNow und Car2Go können die Kunden, so sie einmal registriert sind, einfach ein abgestelltes Fahrzeug mit ihrem Smartphone ausfindig machen, nutzen und an einem beliebigen Ort wieder abstellen. Dabei beträgt die durchschnittliche Nutzungsdauer um die 30 Minuten. Die Kunden der Anbieter nutzen die Fahrzeuge weniger für lange Fahrten sondern mehr für alltägliche Erledigungen im Dschungel der Großstadt ohne dabei auf ein eigenes Fahrzeug angewiesen zu sein.

Aber auch die klassischen Carsharer profitieren von dem gesteigerten Interesse der Bevölkerung an den einfachen und unkomplizierten Angeboten. Zwar weise die Anbieter wie Stadtmobil oder Flinkster von der Deutschen Bahn feste Abstellplätze aus, bitten aber den Kunden dafür mit geringeren Gebühren zur Kasse.

Kunden wählen je nach Gusto zwischen den einzelnen Anbietern

Laut einer Studie erwartet der Unternehmensberater Frost & Sullivan für den europäischen Markt bis 2020 einen Sprung auf 15 Millionen Kunden. 2011 konnten europaweit nur insgesamt 700.000 Carsharing-Anhänger verzeichnet werden. Dabei sind die Kundenzahlen allerdings etwas trügerisch. Viele Nutzer registrieren sich, so sie einmal vom Carsharing-Virus erfasst wurden, bei mehr als einem Anbieter und wechseln je nach Bedarf zwischen Free Floating und klassischem Angebot. Auswahl ist in den Großstädten genug vorhanden. Angekommen an einem Bahnhof in einer fremden Stadt macht es Sinn sich für beispielsweise Flinkster zu entscheiden, während eines Shoppingtrips in der Innenstadt eher für DriveNow.

Neue Technologien machen die Nutzung kinderleicht

Die großen Carsharing Anbieter in Kooperation mit Daimler, BMW und Citroën setzen dabei auf modernste Technologien. Fahrzeuge können bequem per Smartphone oder Tablet über eine App ausfindig gemacht werden und per Karte oder Chip am Führerschein freigeschaltet werden. Auch im Falle von Störungen kann dies über die App weitergegeben werden. Für Ersatz ist so in Sekundenschnelle gesorgt. Viele der Wagen sind inzwischen Hybridautos. In Zukunft wird verstärkt auf Elektroautos gesetzt werden.

Vom harten Konkurrenzkampf am Markt profitieren die Nutzer

Natürlich versuchen auch die kleineren Anbieter entsprechend nachzurüsten und bereiten sich bereits jetzt auf die nächste Offensive am Markt vor. Autohersteller wie Volkswagen, Renault und Peugeot liebäugeln schon länger mit einem Stück vom  Carsharing-Kuchen und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie ebenfalls in das Geschäft einsteigen werden. Schon jetzt sind einige der kleinen Anbieter in größeren aufgegangen.  Davon profitiert in erster Linie der Endverbraucher. Immer günstigere Angebote, die sich optimal mit den eigenen Bedürfnissen abstimmen lassen erleichtern das Leben ungemein. Schon jetzt verzichten die ersten auf den typisch deutschen Zweitwagen. Aber nicht nur Kunden erleben durch das Carsharing Vorteile. Manche ÖVP Anbieter, wie die Düsseldorfer Rheinbahn, kooperieren mit Carsharing Anbietern und bieten Kombipakete zu gesonderten Konditionen an. Dadurch greifen wieder mehr Bürger auch zu öffentlichen Verkehrsmitteln.