‘Bulgari’ der Steuerhinterziehung beschuldigt – auch Dolce & Gabbana erwartet Prozess

Die italienische Schmuckmarke wird beschuldigt, Steuerzahlungen von mehr als 70 Millionen Euro nicht geleistet zu haben. Die lokale Finanzpolizei Guardia di Finanza untersucht dabei speziell den Zeitraum nach der Übernahme durch die französische Organisation ‚LVMH‘ im Oktober 2011.

Angeblich hat das Luxusgüterunternehmen – dessen Kaufpreis Berichten zufolge bei rund 4,4 Milliarden Euro gelegen haben soll – Einkünfte über Beteiligungsgesellschaften im Ausland abgeführt, statt die Profite im Heimatland Italien zu deklarieren. Das meldet ‚Women’s Wear Daily‘.

‚LVMH‘-Präsident Francesco Trapani betont: „Wir waren immer mit den finanziellen Regelungen im Einklang – sowohl in Italien als auch im Ausland.“

Neben ‚Bulgari‘ besitzt und leitet ‚LVMH‘ auch andere Luxus-Labels wie das Modehaus ‚Louis Vuitton‘, den Champagner-Hersteller ‚Moet‘ und den Cognac-Produzenten ‚Hennessy‘.

Kürzlich waren bereits die ‚Dolce & Gabbana‘-Chefs Domenico Dolce und Stefano Gabbana ins Visier der italienischen Steuerfahndung geraten und erwarten nun einen Prozess in der italienischen Mode-Metropole Mailand.