Berlinale: Brasiliens Film “Elitetruppe” gewinnt Goldenen Bären

Auch in Brasilien war der Streifen ein Kassenschlager, sorgte aber aufgrund der teilweise sehr brutalen Darstellungen gleichzeitig für Polemik. José Padilha war dennoch gerührt über seine Auszeichnung. Für ihn sei die Darstellung der heftigen Gewaltszenen, die sich Polizeieinheiten und Drogenbosse in der brasilianischen Groβstadt liefern sehr wichtig.

Der “Silberne Bär“ als Großer Preis der Jury ging an Oscar-Preisträger Errol Morris. Der Film erzählt über die Vorfälle im irakischen Gefängnis Abu Ghraib.

Zum besten Darsteller wurde Reza Najie ernannt, der einen Silbernen Bären für den iranischen Beitrag “Lied der Spatzen” erhielt, in dem er die Hauptrolle gespielt hat. Als weibliche Schauspielerin wurde die 31-jährige Sally Hawkins ausgezeichnet, die in der britischen Komödie “Happy-Go-Lucky” besticht.

Die beste Regie und beste künstlerische Leistung in der Kategorie Musik wurde dem Film “There will be Blood” zugeschrieben. Regisseur Paul Thomas Anderson erzählt in dem Streifen die Geschichte eines Öl-Tycoons aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Am heutigen Sonntag wird die Berlinale mit dem “Kinotag” beendet. Seit dem 7. Februar wurden in der Hauptstadt an die 400 Filme vorgeführt und prämiert. Neben Cannes und Venedig gilt die Berlinale als eines der wichtigsten Filmfestivals Europas.