Barça unter Druck: “Wir sind ein großes Schiff mit vielen Lecks”

Während Ex-Präsidenten wie Alfons Godall und die lebende Legende Johan Cruyff gegen den Ausverkauf des "Mythos Barça" an Katar schimpfen, rechtfertigte Präsident Sandro Rosell am Montag den 165-Millionen-Euro-Deal – und wies erneut auf die 430 Millionen Euro Schulden des Clubs hin: "Trikotwerbung ist mir lieber als Schulden. Wir sind ein großes Schiff mit vielen Lecks. Ich muss viele Gehälter bezahlen."

Dann verglich er die "Qatar Foundation" mit anderen Nicht-Regierungsorganisationen wie "Ärzte ohne Grenzen". Rosell: "Wir freuen uns, dass wir zusammen mit der Stiftung weiter den Kindern der Welt helfen können."

Dabei müsste selbst Rosell, der bislang auch privat geschäftliche Kontakte zu Katar pflegte, klar sein, dass die Katar-Stiftung keinesfalls unabhänig ist, sondern unter der Kontrolle des absolutistisch herrschenden Königshauses steht. Und dass sich unter ihrem Dach auch der islamistische Hassprediger Scheich Al-Qaradawi befindet, in dessen Namen die Stiftung Stipendien vergibt.

Der mag zwar womöglich auch Kinder, allerdings nicht, wenn sie jüdischer Herkunft sind. Dann findet er sogar ihre Ermordung gut. Um Israels "zukünftige Soldaten" zu dezimieren, rief er sogar schon zur Tötung schwangerer israelischer Frauen auf.

Dazu hält Al-Qaradawi Adolf Hitler für ein Werkzeug Allahs, die Ermordung von Millionen Juden im Dritten Reich für eine gerechte Strafe.

Die Frage, die rund die Hälfte der Fans des FC Barcelona derzeit stellt, lautet: "Hat der Club, der stets mehr sein wollte, als ein Fußballverein, dies wirklich nötig?"  (SAZ; Foto: efe)

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