Barça schmeißt Rijkaard raus, Guardiola kommt

Nach dem Willen des Vorstands, der am Donnerstag tagte, wird Guardiola mit Ablauf der aktuellen Saison mit seiner Arbeit beginnen, Rijkaard darf noch zwei Spiele lang auf der Bank sitzen.

Dies verkündete Vereinsboss Joan Laporta nach vier Stunden Sitzung. Er dankte Rijkaard für "das exzellente Benehmen und die Arbeit" für den Verein und fügte an, der Holländer habe "Geschichte für den Verein geschrieben."

2006 hatte Rijkaard, der seit fünf Jahren die Katalanen trainiert, die Champions League und die Meisterschaft geholt – Erfolge, an denen er sich messen lassen musste und an denen er nun gescheitert ist.

Rijkaard hatte noch einen Vertrag über ein Jahr beim FC Barcelona. Auch seine Assistenten Johan Neeskens, Eusebio Sacristán und Juan Carlos Unzué werden den Verein verlassen.

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Laporta nahm "einen großen Teil der Schuld" auf sich, er hätte, so sagte er, früher korrigierend in den Schlingerkurs der Mannschaft eingreifen müssen. Es sei schon ein Fehler gewesen, an Rijkaard nach der Pleite im vergangenen Jahr festgehalten zu haben. Laporta: "Das hat sich nicht ausgezahlt."

Wie lange Guardiola, der dem früheren Dream Team unter Johan Cruyff angehörte, als Trainer verpflichtet wird, ist noch unklar, der Verein wird in Kürze dazu Stellung nehmen.

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Foto: Marca