"Telepolis" schreibt, wurde für den Siedewasser-Reaktor in Garoña jüngst sogar die Laufzeit verlängert, der Reaktor in Cofrentes (bei Valencia) liegt laut "Greenpeace" in einem Erdbebengebiet.

"Telepolis" spricht von einem "Super-Gau für die spanische Regierung", deren "Kniefall vor der Atomlobby" nun offenkundig sei. Zitat: "Ausgerechnet die Laufzeit des Uraltreaktors Santa Maria de Garoña wurde verlängert."

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Weiter heißt es: "Dass dieses Atomkraftwerk stets von Pannen geplagt ist, ist keine Neuigkeit mehr. Doch die Vorgänge in Japan machen erneut unmissverständlich deutlich, dass die Siedewasserreaktoren von General Electric gravierende Sicherheitsprobleme haben, vor allem bei der so bedeutsamen Notkühlung."

Dass, wie die spanische Regierung behauptet, keine ihrer Anlagen in einem stark von Erdbeben gefährdeten Gebiets läge, sähen Umweltschützer anders: "Ausgerechnet das Atomkraftwerk Cofrentes bei Valencia, ebenfalls ein Siedewasserreaktor wie in Fukushima, liegt nach Angaben von Greenpeace in einer seismischen Störzone, die von Valencia bis Tarragona reicht."

Fazit von "Telepolis": "Dass die Sozialisten inzwischen sogar einer allgemeinen Laufzeitverlängerung für die spanischen Atomkraftwerke die Hintertür geöffnet  haben, dürfte sich für die Partei nun vor den Kommunal- und Regionalwahlen im Mai als politischer Super-Gau erweisen. Schließlich hatten die Sozialdemokraten (PSOE) 2004 und 2008 die Wahlen mit dem Versprechen gewonnen, die unsichereren Meiler abzuschalten."

In Spanien gibt es ingesamt acht Atomkraftwerke. Die Europäische Kommission hat allerdings bereits darauf hingewiesen, dass keinesfalls erwiesen sei, dass Reaktoren vom Typ Fukushima und Cofrentes unsicherer seien als andere Kernkraftwerks-Typen. (SAZ; Foto: Semprealsnuvols/Flickr)