Alonsos Vorwürfe und ein fataler Versprecher

Die Zeitung Marca schreibt, Teamchef Ron Dennis habe sich vor der offiziellen Pressekonferenz vor den Journalisten geoutet. „Es hätte uns gefallen, wenn Lewis Zweiter geworden wäre und Raikkonen gewinnt“, soll der Brite gesagt haben. Bei der Pressekonferenz habe Dennis dies geleugnet.

Das Team, hatte Alonso zuvor geklagt, habe zu keinem Zeitpunkt der Saison hinter ihm gestanden. Alonso wörtlich: „In der Formel 1 gibt es keine Chancengleichheit. Es gibt immer einen besseren Motor, eine bessere Rennstrategie, eine bessere Runde zum Boxenstopp.“ Und diese besseren Rahmenbedingungen habe jeweils sein Silberpfeil-Kollege Lewis Hamilton bekommen.

Sollte er auch in der kommenden Saison für McLaren-Mercedes fahren, sollte das Team aufhören, ihn bei der deutschen und englischen Presse anzuschwärzen. Alonso weiter: „Ich will keine besondere Behandlung als zweifacher Weltmeister. Ich will nur wie ein normaler Mensch behandelt werden.“

Hamilton vergab seinen ersten Matchball

Lewis Hamilton hatte am Sonntag in Shanghai seinen ersten Matchball im Kampf um die WM-Krone vergeben. In der 32. Runde rutschte der junge Brite auf Rang zwei liegend bei der Boxeneinfahrt ins Kiesbett, sein Silberpfeil kam nicht mehr auf die Strecke zurück.

Kimi Raikkonen siegte im Ferrari, Alonso wurde Zweiter. Vor dem letzten Rennen in Brasilien in zwei Wochen hat Hamilton in der Gesamtwertung vier Punkte Vorsprung auf Alonso und sieben auf Raikkonen. Drei Fahrer können also Weltmeister werden, sogar Ferrari hat noch Chancen, sollten die Silberpfeile versagen.