Alonso: Bahn frei für neuen WM-Titel mit Renault

Teamchef Flavio Briatore gab schon die Losung für die kommende Saison aus: „Wir wollen Weltmeister werden.“ Da Renault das schon zweimal mit Alonso wurde, liegt nichts näher als eine erneute Zusammenarbeit.

Das Sportgericht des Renn-Weltverbandes FIA befand zwar Renault für schuldig, Artikel 151 seiner Statuten verletzt zu haben, sah aber von einer Strafe ab – warum, wird noch erklärt. Artikel 151, der generell betrügerische Machenschaften sanktioniert, kam auch im Falle von McLaren-Mercedes zur Anwendung, als der britisch-deutsche Rennstall im Juli verurteilt, aber nicht bestraft worden war. Renault überlegt jetzt, rechtliche Schritte gegen McLaren einzuleiten, weil der Rennstall den Ruf Renaults schwer beschädigt habe.

McLaren hatte Renault unmittelbar nach seiner eigenen Verurteilung in der vergangenen Saison angezeigt. Renault hatte zugegeben, dass sein neuer Ingenieur Phil Mackereth technische Daten und Desings von McLaren mitgebracht hatte und dass diese im Kollegenkreis eingesehen wurden. Unter anderem ging es um das Innenleben des Benzintanks.

Natürlich, so Renault, habe man davon niemals Gebrauch gemacht, sondern Mackereth sofort nach Bekanntwerden der Sache entlassen. McLaren behauptet, Renault habe Vorteile durch dieses Wissen erlangt.

McLaren-Mercedes war im September wegen Spionage gegen Ferrari hart bestraft worden. Unter anderem wurde die Konstrukteurs-WM aberkannt sowie eine Strafe von 100 Millionen Dollar verhängt.