Rajoy: Spanien bittet die EU nicht um Bankenrettung! "Aus eigener Kraft sanieren!"
Spanien ist fest entschlossen, seine angeschlagenen Banken aus eigener Kraft zu sanieren. «Es wird für die spanischen Geldhäuser keine europäische Rettungsaktion geben», erklärte Ministerpräsident Mariano Rajoy am Montag in Madrid.
Er räumte jedoch
ein, dass Spanien es derzeit «sehr schwer» habe, sich auf den
Finanzmärkten frisches Geld zu beschaffen.
Allerdings habe der Anstieg der Risikozuschläge für spanische
Staatsanleihen auf ein Rekordniveau nichts mit der Krise der Großbank
Bankia zu tun. «Alle Welt weiß, Spanien alles daran setzt, sein
Defizit zu reduzieren. Aber es herrscht eine allgemeine Ungewissheit
wegen der Lage in Griechenland», sagte der Regierungschef nach einem
Vorstandstreffen seiner konservativen Volkspartei (PP).
Rajoy forderte die Europäische Union auf, ein klares Bekenntnis
zum Euro abzulegen. «Alle Zweifel über die Zukunft der Währung müssen
zerstreut werden», sagte er. «Es muss klargestellt werden, dass der
Euro ein unumkehrbares Projekt ist.»
Am Freitag war bekanntgeworden, dass die Sanierung der
angeschlagenen Großbank Bankia den spanischen Staat nun eine
Rekordsumme von mehr als 23 Milliarden Euro kosten soll. Der nun
nötige Betrag übertrifft bei weitem die schlimmsten Befürchtungen der
Regierung. Wirtschaftsminister Luis de Guindos war kürzlich davon
ausgegangen, dass für die Sanierung des gesamten Bankensystems in
Spanien weniger als 15 Milliarden Euro erforderlich seien.
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Bild: / Text: dpa
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