Nach Spanien nun Italien: Mario Monti kürzt öffentliche Ausgaben "ohne Qualität einzuschränken"!
Erst allgemeine Sparpakete, eine Steuer- und eine Arbeitsmarktreform. Jetzt knöpft sich Mario Monti die öffentlichen Ausgaben Italiens vor. Er will alles tun, um das Land aus der Krise herauszubringen.
Der italienische Regierungschef Mario Monti legt die
Axt bei den öffentlichen Ausgaben des hoch verschuldeten Landes an:
In einer siebenstündigen Nachtsitzung beschloss die Regierung in Rom
Kürzungen von 26 Milliarden Euro bis Ende 2014. Die Maßnahmen sollen
für eine schlankere und effizientere öffentliche Verwaltung sorgen,
«ohne die Qualität der Dienstleistungen einzuschränken», sagte Monti
in der Nacht zum Freitag.
Das Gesetzesdekret muss noch vom Parlament in Rom abgesegnet
werden. Oberstes Ziel dieses Sparpakets ist es, die bereits von der
Technokratenregierung unter Monti für Oktober beschlossene Erhöhung
der Mehrwertsteuer von gegenwärtig 21 auf 23 Prozent bis mindestens
Mitte 2013 zu verschieben. «Das wird einen positiven Effekt auf die
Wirtschaft haben», sagte Vittorio Grilli, Vize-Finanzminister in der
von Staatspräsident Giorgio Napolitano eingesetzten Reformregierung.
Italien ist derzeit in einer Rezession.
Im laufenden Jahr sollen noch 4,5 Milliarden Euro eingespart
werden, im kommenden Jahr 10,5 Milliarden und 2014 dann noch einmal
11 Milliarden. Die Zahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst muss
um 10 Prozent schrumpfen, auf Managerebene sogar um 20 Prozent. Monti
will die Gehälter beschneiden, Regierungsgebäude besser nutzen und
die Zahl der Regionen und Provinzen in Italien verringern. Sie sollen
dann durch «schlankere, effizientere Großraumgebiete ersetzt werden».
Massive Einsparungen um die Hälfte sind bei den «auto blu»
genannten Regierungs- und Verwaltungsfahrzeugen vorgesehen, die den
Steuerzahler jährlich Milliarden kosten. Auch bei den staatlichen
Ankäufen und dem Militär soll gekürzt werden. Ausgenommen bleiben
vorerst kleinere Krankenhäuser und das Schulwesen. Monti kündigte
nach diesem bisher umfassendsten Versuch, öffentliche Ausgaben zu
begrenzen, weitere Überprüfungen in den nächsten Wochen an. Da gehe
es dann auch um die Finanzierung der Parteien und Gewerkschaften.
Seit November 2011 im Amt, hat Monti bereits massive Sparpakete,
eine Steuer- und eine Arbeitsmarktreform auf den Weg gebracht. Damit
will er die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone sanieren, auf
Wachstumskurs bringen und aus dem Visier der Finanzmärkte nehmen.
Seit November 2011 im Amt, hat Monti bereits massive Sparpakete, eine Steuer- und eine Arbeitsmarktreform auf den Weg gebracht. Damit will er die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone sanieren, auf Wachstumskurs bringen und aus dem Visier der Finanzmärkte nehmen.
Kein Sommerbudget? Gewinnen Sie 1000 Euro beim großen Bargeld Gewinnspiel!
Schlüsselwörter: Italien Mario Monti Spanien Arbeitsmarktreform Land Krise Regierung Euro Wirtschaft Rezession Gewerkschaften
Bild: BANG/Cover Media/Prisa/ABC/ElMundo / Text: dpa
- Nach EZB-Anleihenbeschluss: Spanien hat jetzt keine Eile mehr, Zinsen gehen zurück!
- Moody's straft weiter ab! Italien kurz vor Ramschniveau! Griechenland ärgert, Spanien spart!
- Bankenhilfe für Spanien im Schnellgang - Griechen bringen Geld zur Bank zurück!
- Spanien geht nun doch unter den Rettungsschirm! 100 Milliarden für marode Banken!
- Spanien bekommt mehr Zeit zum Sparen - EU-Alarm bei Griechenland




