Euro-Krise: Spanien bei 559 Basispunkten, 65 Milliarden zu wenig? "Märkte kalkulieren Sparpaket ein"
Trotz der Verabschiedung eines Sparpakets von 65 Milliarden Euro setzten die Risikoaufschläge für spanische Staatsanleihen am Montag ihren Aufwärtstendenz fort.
Der Druck der Finanzmärkte auf das Euro-Krisenland Spanien hält an. Am Montag musste Spanien für zehnjährige Staatsanleihen 559 Basispunkte berappen, 19 mehr als zum Handelsschluss am Freitag. Die Rendite für richtungsweisende zehnjährige Wertpapiere stieg auf 6,7 Prozent.
Experten des spanischen Finanzunternehmens Bankinter erklärten den anhaltenden Druck damit, dass die Märkte die am Freitag beschlossenen Sparmaßnahmen bereits einkalkuliert hätten. Mit dem am Freitag beschlossenen Sparpaket will die Regierung in Madrid in zweieinhalb Jahren 65 Milliarden Euro einsparen. Der Plan, der bei der Bevölkerung auf große Widerstand gestoßen ist, sieht unter anderem eine Anhebung der Mehrwertsteuer von 18 auf 21 Prozent, eine Kürzung des Arbeitslosengeldes und die Abschaffung des Weihnachtsgeldes für Staatsangestellte vor. Auch der Steuerabzug beim Wohnungskauf wird gestrichen. Die Ministerien müssen ihre Ausgaben um zusätzliche 600 Milliarden Euro senken.
Spanien muss sein Haushaltsloch in diesem Jahr von zuletzt 8,9 Prozent auf 6,3 Prozent senken. 2014 soll der Fehlbetrag unter die zulässige EU-Obergrenze von drei Prozent der Wirtschaftsleistung gedrückt werden.
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Schlüsselwörter: Spanien Sparpaket Euro Risikoaufschläge Staatsanleihen Regierung Madrid
Bild: BANG/Cover Media/Prisa/ABC/ElMundo / Text: SAZ/dpa
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