Deutschland sucht Ingenieure und IT-Spezialisten: 17.000 Spanier auf dem Sprung!


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Wilhelm Wagner 
- 18.07.2011

Deutschland sucht Ingenieure und IT-Spezialisten: 17.000 Spanier auf dem Sprung!
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Deutsche Unternehmen suchen händeringend Fachkräfte. In Spanien, Griechenland oder Portugal. Dort haben wegen der Wirtschaftskrise viele ihren Arbeitsplatz verloren.



Eine entsprechende Offensive der Bundesagentur für Arbeit stößt jedoch im In- und Ausland auf Probleme.

Die Sprachbarriere schreckt viele Interessenten in Ländern wie Spanien und Portugal ab. In Deutschland selbst wird die Initiative kritisch gesehen.

Nach Angaben der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit (BA) werden junge Fachkräfte in Ländern wie Spanien, Griechenland und Portugal gesucht. In ihrer Heimat sind sie infolge der Wirtschaftskrise oft ohne Job und berufliche Perspektive.

"Die Bewerbernachfrage in Spanien und Griechenland ist sehr groß und auch in Portugal gestiegen", sagte ZAV-Sprecherin Beate Raabe. Genaue Zahlen gebe es nicht. Die ZAV bietet gemeinsam mit den nationalen Arbeitsbehörden in den einzelnen Ländern Informationsveranstaltungen und Beratungen an.

Die Arbeitslosigkeit ist in den drei Krisenländern außerordentlich hoch. Den Negativrekord in der EU hält Spanien mit mehr als 21 Prozent. Hier herrscht auch die höchste Jugendarbeitslosigkeit - mit mehr als 43 Prozent. Die Zahl von spanischen Fachkräften, die ins Ausland abwandern, wächst.

Auch aus Portugal, wo sich die Arbeitlosenquote bei gut 12 Prozent eingependelt hat, emigrieren immer mehr hochqualifizierte Jugendliche vor allem in die USA, Brasilien und Großbritannien. In dem Land gibt es eine lange Auswandertradition.

Aus Griechenland, wo die Quote über 16 Prozent beträgt, wandern ebenfalls viele Fachkräfte aus. Sie strömen vor allem nach Italien. Auch in Deutschland finden viele Griechen Arbeit, häufig als Ärzte, aber auch in der Gastronomie.

Kritik kam von der bayerischen CSU. Vorrang vor neuen Anwerbekampagnen müsse die Vermittlung heimischer Arbeitsloser haben. Er wünsche sich, dass sich die Bundesagentur mit großem Nachdruck auf den Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit und die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer konzentriere, sagte Parteichef Horst Seehofer in München.

In Spanien sucht die ZAV vor allem Ingenieure. "Es gibt ein großes Potenzial in Spanien, Tausende von Ingenieuren sind arbeitslos, auch IT-Spezialisten", sagte ZAV-Direktorin Monika Varnhagen der Zeitung "Die Welt". 17.000 Spanier seien grundsätzlich an einer Arbeit in Deutschland interessiert.

Die Bundesagentur für Arbeit stellte in einem Zehn-Punkte-Plan in Aussicht, durch eine gesteuerte Zuwanderung könnten insgesamt 800.000 Fachkräfte bis 2025 nach Deutschland kommen.




Schlüsselwörter: Deutschland Spanien Griechenland Portugal Arbeitslosigkeit Brasilien München Zeitung
Bild: / Text: SAZ






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