Stierkampf in der Krise, Katalonien schafft Corrida ab: Olé 2012!


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Wilhelm Wagner 
- 30.12.2011

Stierkampf in der Krise, Katalonien schafft Corrida ab: Olé 2012!
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Das letzte Olé ist längst verhallt, nun wird es auch offiziell: In Katalonien dürfen von diesem Sonntag an keine Stierkämpfe mehr stattfinden.



Am 1. Januar tritt das Verbot in Kraft, dass das Parlament der nordostspanischen Region im Juli 2010 beschlossen hatte. Katalonien wird dann nach den Kanarischen Inseln die zweite Region in Spanien sein, in der Stierkämpfe untersagt sind.

Tierschützer feierten das Verbot des blutigen Spektakels damals als einen großen Erfolg. Allerdings hatten die Parlamentarier bei ihrer Entscheidung nicht allein an das Wohl der Tiere gedacht. Es spielten auch andere Motive eine Rolle. Katalanische Nationalisten betrachten den Stierkampf als etwas typisch Spanisches und sahen in dem Verbot eine Chance, zum ungeliebten Spanien auf Distanz zu gehen.

Dass es bei dem Verbot nicht allein um die Belange des Tierschutzes ging, zeigte sich auch daran, dass die Abgeordneten die umstrittene Tradition der Correbous von dem Verbot ausdrücklich ausnahmen. Dabei handelt es sich um Stiertreiben, die auf Volksfesten in bestimmten katalanischen Gemeinden stattfinden und bei denen Stiere auf verschiedene Weise gepiesackt werden. Die Regionalregierung erleichterte kürzlich sogar die Abhaltung solcher Feste.

Im übrigen Spanien lockt der Stierkampf noch immer Tausende von Fans an. Aber er steckt ebenfalls in einer schweren Krise. Die Zahl der Festivals ging seit 2007 um ein Drittel zurück.



Schlüsselwörter: Stierkampf Krise Katalonien Juli dann Spanien Tiere Nationalisten Stiertreiben Stiere Spanier
Bild: Wikipedia / Text: SAZ




Von: Antonietta
Am: 31.12.2011 um 14:05:14

Jedes Jahr werden alleine in Spanien über 40.000 Stiere getötet. Die Stierkampf-Industrie erhält schätzungsweise etwa 530 Millionen Euro an Subventionen von der EU. Ohne diese Mittel könnte das blutige Spektakel gar nicht stattfinden. Noch bevor die Tiere die Arena betreten, werden sie mit Elektroschocks traktiert. Oft verabreicht man ihnen Abführmittel und in ihre Augen wird Vaseline gerieben, um ihre Sehkraft zu trüben. In der Arena angekommen werden sie mit Lanzen und Speeren verletzt und gequält. Nach der grausamen Prozedur versucht schließlich der „Matador“, die geschwächten und panischen Tiere mit seinem Schwert zu töten. Oft genug verfehlt der Matador das Rückenmark und das Sterben dauert qualvoll lange.

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