Sozialisten geben auf: "Eher schlägt Real Madrid den FC Barcelona!"
Wahlkampf in Spanien, allerdings im Schatten der schwersten Wirtschaftskrise der jüngeren Geschichte.
Wer am 20. November gewinnt, scheint deshalb sonnenklar: Der oppositionellen konservativen Volkspartei (PP) wird in allen Umfragen ein haushoher Sieg vorhergesagt.
Sie profitiert von der massiven Kritik am Krisenmanagement des sozialistischen Regierungschefs José Luis RodrÃguez Zapatero. Wegen der Krise und einer Rekord-Arbeitslosigkeit hatte Zapatero die für März 2012 anstehenden Wahlen um vier Monate vorverlegt. Er tritt nach zwei Amtszeiten nicht mehr an.
PP-Spitzenkandidat Mariano Rajoy (56) liegt in den Umfragen mit bis zu 15 Prozentpunkten vor seinem Rivalen Alfredo Pérez Rubalcaba von der sozialistischen PSOE. Damit wäre der PP nach knapp acht Oppositionsjahren auch eine absolute Mehrheit im spanischen Parlament sicher.
"In diesem Moment ist es einfacher, dass Real Madrid den FC Barcelona schlägt, als dass Rajoy eingeholt werden kann", hatte Rubalcaba (60) am Donnerstag in einem Rundfunkgespräch über seine Wahlchancen eingestanden.
Die langwierige Krise in Spanien ist der Regierung Zapatero politisch zum Verhängnis geworden. Viele Spanier werfen ihm vor, sie zu lange unterschätzt und danach nicht entschieden genug bekämpft zu haben. Die Arbeitslosenzahl steigt stetig, im dritten Quartal wurde die Marke von fünf Millionen gebrochen.
Mit 21,5 Prozent hat Spanien damit die höchste Arbeitslosenquote in Westeuropa. Unter den Jugendlichen liegt sie sogar bei 48 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt stagnierte im dritten Quartal. Analysten internationaler Großbanken schließen inzwischen nicht mehr aus, dass das hoch verschuldete Spanien im Frühjahr 2012 erneut in eine Rezession gerät.
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Schlüsselwörter: Madrid Spanien Volkspartei Zapatero Krise Rajoy Rubalcaba PSOE Parlament Barcelona
Bild: wikipedia / Text: SAZ/dpa
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