Es handelt sich um 27 Spanier, vier Kolumbianer sowie jeweils einen Verdächtigen aus Italien, den Niederlanden und Großbritannien. Zwei
Verdächtige wurden in Marokko gefasst, die übrigen in Spanien.

Die Ermittler beschlagnahmten außerdem zwei Tonnen Kokain. Außer Drogenhandel werden der Bande Erpressung, Geldwäsche und Entführungen zur Last gelegt. Im Laufe der Ermittlungen, die im April 2010 begannen, wurden mehr als hundert Anwesen im Gesamtwert von drei Millionen Euro sowie 39 Fahrzeuge beschlagnahmt.

Die Bande sei „gut organisiert“ gewesen und habe über die notwendige Infrastruktur verfügt, um große Mengen Kokain in Containern in mehrere
spanische Häfen zu schmuggeln, erklärte die Polizei. Von dort aus sei die Droge in verschiedene Landesteile von Spanien sowie in andere europäische Länder gebracht worden.

Die Bandenmitglieder hätten gegen andere Mitglieder ihrer Organisation Gewalt angewendet oder mit Gewalt gedroht, um das Gelingen der
Schmuggelaktionen sicherzustellen. Spanien ist wegen seiner engen kulturellen Beziehungen zu Lateinamerika und seiner Nähe zu Afrika ein wichtiges
Einfallstor für den Drogenschmuggel nach Europa. (AFP)