Zu nahe am Meer: Wohnsiedlung nach 40 Jahren abgerissen

Die Anlage habe gegen das Küstengesetz verstoßen, da die Wohnungen weniger als 50 Meter vom Meer entfernt errichtet worden waren. 

40 Jahre lang haben die Anwohner hier gelebt, ihren Kindern das Schwimmen beigebracht und an lauen Sommerabenden gegrillt. 

Die meisten von ihnen verbrachten vor allem ihre Wochenenden und den Urlaub in “Cho Vito”. Nur sechs Anwohner dürfen ihre Wohnungen vorläufig behalten, weil sie das ganze Jahr über dort leben. 

Illegal? Stromgeld, Wassergeld und Steuern wurden stets bezahlt 

Die Anwohner von Cho Vito verstehen nicht, dass 15 Jahre lang die Legalität ihrer Siedlung angezweifelt wurde, sie aber jeden Monat pünktlich ihre Strom- und Wasserkosten zahlen mussten. Auch Steuergelder fielen in der angeblich “illegalen” Urbanisation an. 

Am Dienstagnachmittag war es dann soweit. 20 Polizebeamte mussten teilweise mit Gewalt die Anwohner aus den insgesamt 26 Häusern evakuieren und schritten unmittelbar danach zum Abriss über. 

Vorarbeiter: "Ich reiße die Häuser meiner Freunde nicht ab"

Der Vorarbeiter der Abrisstruppe verlor übrigens seinen Job. Als Bürger des Nachbarortes Candelaria kannte er die Betroffenen und weigerte sich strikt, den Traum am Meer seiner Freunde dem Erdboden gleichzumachen. 

In Krisenzeiten, mit 180.000 Arbeitslosen allein auf den Kanarischen Inseln, war es nicht schwer, in kürzester Zeit Ersatz für den Vorarbeiter zu finden, der die Häuser in Cho Vito unverzüglich abreiβen lieβ. 

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