Zeppelin-Drama: Goodyear lässt spanisches Luftschiff am Boden

Die drei Passagiere konnten sich auf dem Wetterau-Flugplatz im mittelhessischen Reichelsheim noch aus der Kabine retten, doch der aus Australien stammende 52-jährige Pilot ging mit seinem Schiff in Flammen auf. „Er hatte keine Chance“, sagte ein Sprecher der Polizei.

Die Maschine der Firma Lightship Europe Ltd. flog im Auftrag des Reifenherstellers Goodyear. Ein zweites, baugleiches Luftschiff werde vorerst nicht mehr eingesetzt, erklärte Goodyear am Montag – es befindet sich derzeit in Spanien.

Goodyear wollte die beiden Luftschiffe bis Oktober auf Werbetour durch ganz Europa schicken. Das Motto für die Reise durch 20 Länder lautete ausgerechnet „Safety Tour“.

Die Maschinen sollten laut Goodyear als Botschafter für die Sicherheit auf Europas Straßen werben. Deutschland war nach Belgien die zweite Station des abgestürzten Fliegers. Das andere Luftschiff sei im Moment in Spanien. Es soll mindestens bis zur Klärung der Unfallursache am Boden bleiben.

Der sogenannte „Blimp“ – also ein Luftschiff ohne inneres Gerüst – war über das gesamte Wochenende bei dem Landesfest mit Zehntausenden Besuchern in die Luft gestiegen.

Die Ursache für den Absturz blieben noch unklar. Ergebnisse der Untersuchungen liegen noch nicht vor, sagte ein Sprecher der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung.