Zentralbank: Keine Inflationsgefahr wegen Spanien & Pigs

Er sehe „auf keinen Fall“ die Gefahr, dass die Teuerung in der Eurozone außer Kontrolle geraten könne, sagte Österreichs Notenbankchef am Dienstag und damit einen Tag nach der bisher größten Rettungsaktion für den Euro. „Die Inflation würde nur steigen, wenn wir die Geldmenge nicht unter Kontrolle hätten.“

Den Tabubruch der EZB, nun Staatsanleihen notleidender Euro-Staaten zu kaufen, sieht Nowotny gelassen. Die EZB habe weiterhin alle Instrumente, um eine Inflationsrate um durchschnittlich 1,9 Prozent zu gewährleisten.

Nowotny zeigte sich vielmehr besorgt über die geringe Nachfrage in Europa. Die schwache Konjunktur und der drohende weitere Anstieg der bereits hohen Arbeitslosigkeit seien viel gefährlicher.

Außerdem sah das Notenbankmitglied im aktuellen Kursrückgang des Euro keinen Grund zur Besorgnis. Die deutlichen Kursgewinne auf den Aktienmärkten und der deutliche Rückgang der Risikoaufschläge bei Anleihen der PIGS-Staaten (Portugal, Irland, Griechenland und Spanien) sind für Nowotny vielmehr „der Beweis dafür, dass es gelungen ist, die Spekulation massiv einzubremsen“. (SAZ, dpa)

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