Zapatero muss sparen: Können 15 Milliarden Europa versöhnen?

Wie am Sonntag aus Madrider Regierungskreisen verlautete, will Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero in diesem Jahr die staatlichen Ausgaben – über die bisher geplanten Einsparungen hinaus – um fünf Milliarden Euro senken.

Im kommenden Jahr sollen zehn Milliarden Euro zusätzlich eingespart werden.

Spanien wolle damit erreichen, dass die Neuverschuldung rascher gesenkt werde als bisher geplant. In diesem Jahr soll das Budgetdefizit statt der bisher erwarteten 9,8 nur noch 9,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) betragen. Im Jahr 2011 soll die Neuverschuldung nicht wie geplant bei 7,5, sondern 6,5 Prozent liegen.

Die spanische Wirtschafts- und Finanzministerin Elena Salgado wollte das Vorhaben am Sonntag bei einem Treffen der EU-Finanzminister in Brüssel vorstellen.

Das spanische Haushaltsdefizit hatte im vorigen Jahr 11,2 Prozent des BIP betragen. Die spanische Regierung reagierte mit dem neuen Sparprogramm auf Vorwürfe, das Schuldenproblem nicht energisch genug zu bekämpfen.

So kommentierte auch die konservative Zeitung "El Mundo": "Während Zapatero noch vor zwei Wochen jubelte, dass Spanien wieder wachsen würde, watschten ihn die anderen Regierungschefs ab. Jetzt muss Zapatero klein beigeben." (SAZ, dpa)

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