Zapatero: Habe nichts mit TV-Krieg zu tun

Das Ungewöhnliche daran: Zapatero war gar nicht zu seiner Meinung gefragt worden. Allerdings hatte ihn die konservative Tageszeitung ABC am Wochenende in Verbindung mit dem TV-Krieg gebracht. Die linksliberale Mediengruppe Prisa, zu der auch die einflussreiche Zeitung El País gehört, übt laut ABC derzeit heftigen Druck auf Zapatero aus, im Streit um die Übertragungsrechte seinen Einfluss für Prisa und seine Tochterunternehmen Sogecable (Digital Plus, Canal+) und Audiovisual Sport (AVS) geltend zu machen.

Zapatero werde dabei mehr oder weniger direkt erpresst. Denn ohne die Hilfe von El País werde er wohl kaum die Parlamentswahlen im kommenden Jahr gewinnen. Schon habe El País einige ungewöhnlich kritische Berichte über die Regierungspolitik veröffentlicht. Zapatero dazu: „Ich habe noch nie irgendeine Zeitung um Hilfe gebeten, und umgekehrt wurde ich auch noch nie um Hilfe gebeten.