Windräder, Kühltürme, Telefonmasten, hohe Bäume: Ein Laster für alle Fälle

Ganz einfach: Dafür braucht man eine LKW-Hubarbeitsbühne.

Aber auch bei der täglichen Arbeit von Handwerksunternehmen, Kommunalbetrieben und Energieversorgern werden heutzutage vielfach hydraulische LKW-Arbeitsbühnen eingesetzt. Werden bei Kommunalbetrieben beispielsweise zur Wartung von Straßenlampen häufig Hubarbeitsbühnen mit einer Höhe von 10 bis 20 Meter benötigt, so sind etwa im Baumbeschnitt oder bei der Gebäude- und Fassadenreinigung oder für Maler- oder Dachdeckerarbeiten Geräte bis 30 Meter Arbeitshöhe oder mehr im Einsatz.

Weil ja aber niemand einen LKW mit den nötigen technischen Voraussetzungen einfach so in der Garage stehen hat, kann man sich eine LKW-Arbeitsbühne mieten. Vor nahezu 30 Jahren wurde GL Verleih als regionaler Anbieter von Arbeitsbühnen im Rhein-Main-Gebiet gegründet. Heute verkauft GL als ein nach der DIN-Norm ISO-zertifiziertes Unternehmen weltweit neue und gebrauchte Arbeitsbühnen und vermietet über unsere GL Verleih Deutschland AG Hub-Arbeitsbühnen in ganz Europa. Das Team von GL Verleih berät in allen Fragen rund um Schulungen (DGUV 966), Reparaturen, Sicherheitsprüfungen und Finanzierungen zum Thema Arbeitsbühnen.

Zu mieten sind aber nicht nur LKW Arbeitsbühnen, sondern auch Anhänger-Arbeitsbühnen, Scheren-Arbeitsbühnen, Gelenk-Teleskop/Selbstfahrer, Spezial-Arbeitsbühnen, Personenlifte, Materiallifte, Häcksler oder Stubbenfräsen.

Unterdessen schwelt der europäische Streit um große Lastwagen weiter: Der Vorschlag aus Brüssel, Gigaliner künftig über Ländergrenzen fahren zu lassen, stößt auf Widerstand. EU-Verkehrskommissar Siim Kallas präsentierte am Montag in Brüssel seinen Richtlinienvorschlag, wonach die bis zu 25,25 Meter langen Laster künftig eine Grenze innerhalb der EU passieren dürfen – sofern die beiden betroffenen Mitgliedsstaaten einverstanden sind. Gegner der «Monster-Trucks» sehen darin einen ersten Schritt zur EU-weiten Einführung der Lang-Lkw, Kallas lediglich eine Präzisierung der geltenden Regeln.

«Es ist und bleibt Sache der Mitgliedstaaten, größere Lastwagen im Straßenverkehr zu erlauben oder nicht», betonte Kallas. «Niemand wird gezwungen, seine Haltung zu ändern.» Die bislang geltende Richtlinie erlaubt den innerstaatlichen Einsatz der Gigaliner. Kallas und EU-Parlament waren uneinig, ob sie auch grenzüberschreitende Fahrten zulässt. Mehrere Grenzen zu überqueren bleibt aber tabu.

Derzeit lassen Schweden und Finnland die Riesen-Laster zu, in den Niederlanden und Dänemark laufen Versuche. In Deutschland dürfen sie seit Anfang 2012 auf bestimmten Straßen fahren. An dem Versuch beteiligen sich sieben Bundesländer: Bayern, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen. 39 Lang-Lkw sind nach Angaben des Verkehrsministeriums in Deutschland angemeldet.

EU-Parlament und Mitgliedstaaten müssen dem Entwurf noch zustimmen. Doch EU-Abgeordnete protestieren: «In Wahrheit versucht die Kommission damit den Einstieg in eine EU-weite Einführung», sagte Michael Cramer, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen, zu dpa Insight EU. Der Druck auf andere Staaten sei groß nachzuziehen. Auch der SPD-Europaabgeordnete Ismail Ertug warnte: «Unsere Infrastruktur ist einfach nicht für Gigaliner gemacht.»

Umweltschützer befürchten, dass künftig mehr Fracht auf der Straße statt mit dem Zug transportiert wird und die Treibhausgasemissionen steigen. Befürworter halten dagegen, ein Lang-Lkw sei besser fürs Klima als mehrere kleinere Laster.