Wikileaks: Spanien vertuscht Tod eines Reporters im Irak

Die spanische Regierung soll auf Druck der US-Diplomatie Einfluss auf Ermittlungen der Justiz genommen haben. Dies geht aus vertraulichen Unterlagen der US-Botschaft in Madrid hervor, die von der Internet-Plattform Wikileaks veröffentlicht wurden.

Wie die Zeitung El País am Mittwoch berichtet, ging es dabei unter anderem um die Ermittlungen gegen mehrere US-Soldaten wegen des Tods des spanischen Kameramanns José Couso im Irak-Krieg.

Der Reporter war am 8. April 2003 bei einem US-Angriff auf das Hotel Palestine in Bagdad von einem Panzergeschoss tödlich verletzt worden.

In den veröffentlichten Unterlagen heißt es, der damalige spanische Außenminister Miguel Angel Moratinos habe versichert, dass die Vizeregierungschefin María Teresa Fernández de la Vega sich der Sache angenommen habe.

"Der Generalstaatsanwalt tut, was er kann, damit der Fall zu den Akten gelegt wird", heißt es in einem vertraulichen Schriftstück.  (SAZ, dpa; Foto: Wikipedia)

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