Weltreligionen fordern den Kampf gegen Terrorismus

"Der Terrorismus ist ein universelles Phänomen, das ernsthaft bekämpft werden muss", heißt es in der Abschlusserklärung des dreitägigen Treffens, das auf Initiative des saudiarabischen Königs Abdallah in Madrid organisiert wurde. 

Um die Ursachen des Terrorismus zu bekämpfen, müsse ein internationales Abkommen geschlossen werden, forderten die 200 Teilnehmer. "Extremismus und Terrorismus" müssten zurückgedrängt, und neue Wege gefunden werden "um die Verständigung und das Verständnis zwischen den Völkern zu verbessern". 

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Unter den Teilnehmern der Konferenz waren mehrere führende Vertreter der Weltreligionen, wie der Generalsekretär des Jüdischen Weltkongresses, Michael Schneider, und Kardinal Jean-Louis Tauran, der beim Vatikan für den Dialog mit der muslimischen Welt zuständig ist. 

Über Kopftuchverbote, Mohammed-Karikaturen und den Nahost-Konflikt 

Hinter verschlossenen Türen sprachen die Teilnehmer unter anderem über Kopftuchverbote, den Nahost-Konflikt und die umstrittenen Mohammed-Karikaturen. "Die Tagung hat den Schwerpunkt auf die wesentlichen Überzeugungen gelegt, die wir gemeinsam haben", sagte Tauran.

Zum Auftakt der Konferenz am Mittwoch hatte der saudiarabische König die Teilnehmer zum Dialog aufgerufen. "Wir alle glauben an einen Gott", sagte Abdallah in seiner Eröffnungsrede. 

Religionen sollten ein Mittel zur Beseitigung von Differenzen sein und dürften nicht immer neue Streitigkeiten hervorbringen. Bislang seien alle Dialogversuche zwischen den Glaubensrichtungen gescheitert, sagte Abdallah und forderte einen "konstruktiven Dialog", um ein neues Kapitel der Versöhnung zu beginnen. 

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