Welche alternativen Geldanlagen gibt es?

Schließlich gibt es keine Garantie dafür, dass die wirtschaftlich besser situierten Staaten von der prekären Lage in den südlicheren Ländern für alle Zeit verschont bleiben. Daher ist auch ein erhöhtes Interesse an alternativen und stabileren Geldanlagen zu beobachten.

Wieder in aller Munde: die Eurokrise

Hatte die Eurokrise in den vergangenen Monaten etwas an Brisanz verloren und rückte in der Berichterstattung etwas in Hintergrund, so ist sie seit der drohenden Pleite der Mittelmeerinsel Zypern wieder allgegenwärtig. Dass nun erstmals sogar Privatvermögen angetastet werden, um das Land wieder auf die Beine zu bringen, hat ein gemischtes Echo hervorgerufen und natürlich auch in anderen Ländern Befürchtungen diesbezüglich hervorgebracht.

Wo ist mein Vermögen sicher?

Fest steht, dass die Gemeinschaftswährung innerhalb der letzten Jahre zunehmend in Schieflage geraten ist und niemand voraussagen kann, wie es in den kommenden Monaten um den Euro bestellt sein wird. Auch wenn wir noch weit von einer Inflation entfernt sind, so ist die Stabilität der Währung gefährdet. Das treibt vor allem den Menschen Schweiß auf die Stirn, die einen Großteil ihres Vermögens auf Bankkonten hinterlegt haben. Viele von ihnen schauen sich daher nach alternativen Formen der Geldanlage um, die mehr Sicherheit und Stabilität versprechen. Welche das sein können und wodurch sie sich kennzeichnen, haben wir hier einmal kurz zusammengefasst.

Gefragt wie nie: Immobilien

Wer sich in den vergangenen Jahren mal auf Wohnungssuche in einer wachsenden Großstadt begeben hat, der hat es wahrscheinlich selbst bemerkt: Der Immobilienmarkt boomt, denn immer mehr Menschen setzen in diesen Zeiten auf Betongold, das hohe Sicherheit und attraktive Mieteinnahmen verspricht, wenn man es nicht nur für den Eigenbedarf nutzt. Der Wechsel von Wohneigentum und anschließende Sanierungen machen sich vor allem in den Mietpreisen bemerkbar, welche in Städten wie Hamburg, München oder Köln ungeahnte Höhen angenommen haben. Auch wenn die Wohnungssuche für Geringverdiener damit zum Hürdenlauf geworden ist, Eigentümer können aufatmen und haben eine sichere Altersvorsorge, die nicht von der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes abhängig ist.

Über einen Fonds in Erfolg versprechende Großprojekte investieren

Eine andere Anlageform mit wachsender Beliebtheit stellen Fonds dar. Bei diesen beteiligt man sich mit Eigenkapital an einem Großprojekt und ermöglicht dessen Realisierung. Dadurch wird man Miteigentümer und verdient an erwirtschafteten Gewinnen mit, bindet sich aber auch langfristig an das Projekt, wenn es nicht den erhofften Erfolg mit sich bringt. Welche Fonds es gibt und was gerade Infrastrukturfonds so begehrt macht, kann hier nachgelesen werden.

Hohe Wertstabilität: Gold

Gold ist ein universelles Zahlungsmittel und hat eine lange Geschichte. Wer sein Geld in Goldbarren umtauscht, der macht sich von der gegenwärtigen Wirtschaftssituation seines Landes unabhängig und profitiert von einer hohen Wertstabilität. So ist Gold in seinem Preis pro Unze nur geringen Schwankungen unterlegen, muss allerdings immer unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen gelagert werden. Sollten in einer fernen Zukunft die Welt und all ihre Währungen an einer Wirtschaftskrise zugrunde gehen, so würde Gold mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen Schlag wieder zum Zahlungsmittel der ersten Wahl werden.