Wege aus der Krise: Soll Spanien Mallorca verkaufen?

Die Debatte um die Zukunft des vom Staatsbankrott bedrohten Griechenland geht jedenfalls weiter.

Jorge Chatzimarkakis, Europaabgeordneter der FDP, wandte sich scharf gegen die jüngsten Vorschläge deutscher Unions- und FDP-Politiker, Athen möge Staatsbesitz wie etwa unbewohnte Inseln verkaufen.

Er sagte im Deutschlandradio: „Der Vorschlag ist wirklich abenteuerlich. Die Griechen sind im Moment sehr sensibel. Und dann geht so was wirklich unter die Haut.“

Hinter den jüngsten Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten vermutet Chatzimarkakis gezielte Angriffe gegen den Euro. Spekulanten wollten weitere Länder wie Spanien, Italien und Portugal attackieren. „Je eher die Euro-Familie zusammenrückt, desto besser ist das“, sagte der FDP-Parlamentarier.

In Berlin wird am Freitag der griechische Regierungschef Giorgos Papandreou zu einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet. Merkel hatte deutlich gemacht, dass es bei dem Treffen nicht um mögliche Hilfszusagen geht.

Papandreou will der Kanzlerin erläutern, wie er mit einem Milliarden- Sparpaket die Staatsverschuldung drastisch reduzieren will.

Hinter den Kulissen wird in Berlin aber seit längerem an einem Plan B gearbeitet. Sollte Athen aus eigener Kraft nicht aus der Schuldenfalle kommen, könnten die EU-Partner einspringen. (SAZ, dpa).

Foto: Lanci Daniele (Flickr)