Was und wie wir morgen essen: New Fusion Food im Trend

Die Ausrichtung nach Asien, auch New Fusion Food genannt, sei Gesundheit in Form von viel Gemüse, Fisch und Reis, alles in kürzester Zeit zubereitet: klein geschnitten, schnell gegart oder gar roh gegessen wie bei Sushi.

Hinzu kommt der Sinn für das Schöne und Geistige, der im Westen viel Anklang findet. Auch die Gelegenheit, beim Kochen zuschauen zu können, vielleicht sogar die Möglichkeit mit zu entscheiden, was letztendlich auf dem Teller lande, macht den Trend interessant.

Tempo, Gesundheit, Ästhetik, Spiritualität und Transparenz – “Damit gibt die asiatische Küche viele Antworten auf aktuelle Probleme, was sie sehr mächtig macht”, führt Rützler aus. 

Gegentrend: "100-Meilen-Diät" – die Angst vor dem Unbekanntem

Doch oft hat ein Trend auch einen Gegentrend. In diesem Fall nennt ihn Rützler die “100-Meilen-Diät”. Diese Entwicklung betont das Bedürfnis nach Regionalität – denn Produkte aus dem Ausland haben bei vielen Menschen oft einen negativen Beigeschmack.

Die Lebensmittelproduktion ist möglicherweise anonym, der Verbraucher kennt die einzelnen Abläufe nicht. Das macht Angst vor Globalisierung und Industrialisierung.

Der Trend “100-Meilen-Diät” geht somit in die entgegengesetzte Richtung und setzt auf Altbewährtes: Herkunft, Tradition und Vertrauen werden groß geschrieben, genauso wie das Bedürfnis nach Gesundheit und individuellem Wohlbefinden. Auch das wachsende Umwelt- und Sozialbewusstsein fließt mit ein.

Wohin geht der Trend also?

Die zwei hier genannten Beispiele geben einen Eindruck in die Vielfalt der Richtungen, in die sich Trends bewegen können. Ein Trend darf immer nur als Bewegung verstanden werden, als Suchfunktion nach der Lösung vorhandener Probleme.

Sobald sich eine Lösung durchgesetzt hat, sprechen wir nicht mehr von “Trend”. In diesem Sinne sind "New-Fusion-Food" und "100-Meilen Diät" zwei Tendenzen von vielen, die auf den veränderten gesellschaftlichen Werten aufbauen.