Wahlen in Deutschland: Koch und Clement gegen die SPD

Clement sorgt für Verwirrung in den SPD

Sein Wahlkampf, der in Teilen ausländerfeindliche Gefühle geweckt haben mag und von der angesehen „ZEIT“ als „Katastrophe“ bezeichnet wurde, wurde ausgerechnet vom Ex-SPD-Minister Wolfgang Clement unterstützt. Der bekannte frank und frei: „Die SPD-Kandidatin Ypsilanti würde ich nicht wählen!“ Schuld daran seien deren unausgegorene energiepolitischen Vorstellungen.

Dem „Focus“ sagte der ehemalige stellvertretende SPD-Chef und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, er befürchte bei einem Erfolg der SPD in Hessen einen weiteren Linksruck seiner Partei. Die SPD habe sich ohnehin schon „sehr stark auf die PDS und jetzt auf die PDS-Linke ausgerichtet.“

Clement ein „Lohnschreiber für die Springer-Presse“?

Die SPD diffamierte Clement daraufhin wie in den Ideologiedebatten der späten 60er-Jahren üblich als „Lohnschreiber für die Springer-Presse“, und prüft seinen Ausschluss aus der Partei, der er einst so treu gedient hat. Die SPD kann dabei aber ein großes Problem, das sie zweifellos hat, nicht erklären: Wieso verlassen eigentlich alle Politiker, die einmal in der SPD etwas galten, diese Partei im Streit?

Roland Koch gab sich vor diesem Hintergrund zuletzt regelrecht euphorisch. Wie sein Vorbild Helmut Kohl sagte er, die Wahlen würden nicht in Umfragen, sondern an den Urnen gewonnen. Wie es ausgeht, wird man ab 18 Uhr erfahren …