Wagner, Verdi, Zauberflöte – und Manuel da Falla: “Die Oper lebt, klassisch wie modern”

Denn das monumentale Werk „Opera“ von András Batta sprengt den Rahmen jeder Haushaltswaage – und so findet der Leser auf 920 Seiten mehr als 350 umfassende Artikel zu den wichtigsten Werken der Operngeschichte, verfasst von 17 internationalen Fachautoren, dazu 1.500 größtenteils farbige Abbildungen, historische Skizzen, Fotos von Inszenierungen und berühmten Interpreten.

Dazu bislang unveröffentlichte Bühnenbildentwürfe, detaillierte Inhaltsangaben nach Akten und Szenen, die Aufführungs- und Rezeptionsgeschichte der Werke bis hin zur Gegenwart, Notenbeispiele zentraler musikalischer Themen und Motive, Kurzporträts von 140 Opernkomponisten, wichtige Stationen der Operngeschichte, inklusive einer Chronologie der Uraufführungen, dazu Werkverzeichnis und Glossar.

Aus spanischer Sicht erfreulich ist, dass nicht nur Bizets Carmen auf acht Seiten gewürdigt wird, sondern auch die Werke des in Cadiz geborenen Komponisten Manuel Maria da Falla, darunter „Meister Pedros Puppenspiel“, das 1923 in Sevilla uraufgeführt wurde sowie „Das kurze Leben“, das schon 1913 in Nizza seine Premiere feierte.

Da Falla, 1876 in Cadiz geboren und in Madrid ausgebildet, war mit Debussy und Ravel befreundet, wohnte seit 1914 in Granada. Wie so viele Künstler kehrte er dem faschistischen Spanien den Rücken: Von einer Konzertreise 1939 kehrte er nicht mehr aus Argentinien zurück, wo er 1946 starb.

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Am Ende steht einmal mehr die Überzeugung, dass die Oper so vielseitig und tiefgründig wie die menschliche Seele selbst ist – und damit eine der faszinierendsten und lebendigsten Kunstformen unserer Zeit. Keine Überraschung also, dass die Zahl der Opernbesucher in den letzten Jahren erheblich gestiegen ist.

Dieser prachtvolle und reich bebilderte Band enthält alles Wichtige, was auf heutigen Spielplänen weltweit zu finden ist und macht die Lebendigkeit der Oper direkt erfahrbar. Alphabetisch nach Komponisten sortiert, ist ‚Opera‘ ein übersichtliches Lexikon für alle Liebhaber der klassischen wie der modernen Oper – von Monteverdi über Händel, Mozart und Britten bis hin zu Stockhausen.

András Batta studierte Musikwissenschaften und Violoncello an der Franz Liszt Musikakademie in Budapest. Hier unterrichtet er auch seit 1979 Musikgeschichte. Zwischen 1976 und 1996 gestaltete er zahlreiche Musiksendungen im Ungarischen Rundfunk, Budapest und im ORF, Wien.

András Batta (Hrsg.), Opera, Komponisten. Werke. Interpreten, Verlag H.F. Ullmann, 920 Seiten, Format: 230 x 300 mm, Hardcover mit Schutzumschlag, ISBN: 978-3-8480-0125-5, Euro: 49,99 Euro