Vorwürfe gegen Air Berlin, Flugverbot kostet 1,7 Milliarden

Dies sagte der Generalsekretär der UN-Welttourismus-Organisation (UNWTO), Taleb Rifai, in Madrid. Niemand wisse derzeit, wer die Verantwortung für diese Einbußen übernehme, beklagte er. "In dieser Hinsicht herrscht ein absolutes Durcheinander."

Die UNWTO werde daher ein Dokument für ein internationales Abkommen erarbeiten, das künftig sowohl die Urlauber als auch die Touristikunternehmen in solchen Fällen besser absichern solle.

Nach Angaben der Organisation reisen täglich rund 700.000 Touristen mit dem Flugzeug nach Europa. Dies beschere der Branche jährlich Einnahmen von etwa 150 Milliarden Euro.

Die Gewerkschaft Verdi hatte nach der Aufhebung des Flugverbots über Europa die Bundesregierung und die großen Fluggesellschaften scharf kritisiert. "Statt auf die Flugkapitäne zu hören, hat diese Regierung dem Druck der Unternehmen nachgegeben", sagte Verdi-Vorstandsmitglied Erhard Ott.

Er warf der Lufthansa und Air Berlin vor, sie nutzten "juristische Winkelzüge und Grauzonen im internationalen Regelwerk, um dieses Flugverbot zu umgehen".

Die Sicherheit des Flugverkehrs brauche klare Daten und klare Regeln. Ob man nun im Instrumenten- oder Sichtflug einen verunreinigten Luftraum durchfliege, ändere nichts an der möglichen Gefahr. (dpa, SAZ)

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Foto: Air Berlin

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