In weniger als 24 Stunden kamen in Spanien gestern vier Frauen durch die Hand ihrer Partner oder Ex-Partner ums Leben. 

Spanische Zeitungen sprechen von einem "schwarzen Tag" im Kampf gegen häusliche Gewalt. Seit Beginn dieses Jahres hat sich die Zahl der Todesopfer damit auf 14 erhöht. 

Am Morgen des 26.2. wurde im Zentrum von Madrid eine 22-jährige Bolivianerin von ihrem Freund erstochen. In Cádiz fanden die Beamten am Nachmittag eine 49-jährigen Frau, die ebenfalls von ihrem Ehemann mit einem Messer attackiert wurde und noch auf dem Weg ins Krankenhaus starb. 

Wenig später griff in Valencia ein Mann zur Waffe und erschoss seine Ex-Frau vor den Augen zahlreicher Zeugen mitten in einem Café. Das vierte Todesopfer, eine vierfache Mutter, wurde ebenso auf offener Straße in Valladolid von ihrem Ex-Mann erschossen. Der Täter nahm sich kurz darauf selbst das Leben. 

In den anderen drei Fällen konnte die Polizei die Gewalttäter festnehmen. Trotz aller Maßnahmen, die seitens der Regierung bereits eingeleitet wurden, scheint es keine effektive Lösung für das Problem zu geben.