Die 131 Passagiere des Fluges LH 004 von München nach Hamburg werden ihren Aufenthalt an Bord wohl nicht so schnell vergessen. 

Am Samstag befand sich der Lufthansa-Airbus im Landeanflug auf den Flughafen Hamburg, als eine starke Windböe beinahe eine Katastrophe verursacht hätte. 

Das Orkantief "Emma" wütete mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern über Hamburg und drückte die tonnenschwere Maschine auf die Seite. Der erfahrene Lufthansa-Pilot konnte das Flugzeug rechtzeitig unter Kontrolle bringen und startete durch. 

Beim zweiten Landeversuch eine viertel Stunde später brachte er schließlich die Maschine ohne Probleme zu Boden. Die Passagiere und die sechsköpfige Crew blieben unverletzt. Weil die linke Tragfläche bei dem missglückten Landeanflug den Boden berührte, musste die Maschine zunächst zur Reparatur in die Werft.    

Pilot Oliver A. hat eine Katastrophe verhindert

Der 39-jährige Pilot hat eine wahre Meisterleistung vollbracht. Ein Lufthansa-Sprecher urteilte am Montag: "Eine Situation, wie man sie nie in Wirklichkeit üben kann. Oliver A. hat vermutlich vielen Menschen das Leben gerettet." 

Die Fluggäste seien während des Landeanflugs "erstaunlich ruhig" geblieben. Nach der Landung stellten die Reinigungskräfte allerdings fest, dass überdurchschnittlich viele "braune Tüten" verbraucht worden waren. Den meisten Gästen an Bord ist offenbar ziemlich übel gewesen. 

Der erste Landeversuch wurde mit einem Handy gefilmt. Hier das spektakuläre Video: